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Trump: Keine kanadischen Produkte mehr in US-Behörden

Zölle

Trump: Keine kanadischen Produkte mehr in US-Behörden

8. September 2026, 23:46 Uhr
Im erbitterten Handelsstreit der beiden Nachbarländer startet Kanada mit Gegenzöllen auf US-Importe. Der US-Präsident holt gleich danach zum nächsten Schlag aus. (Archivbild)
© KEYSTONE/EPA/ANNABELLE GORDON / POOL
Im Zollstreit zwischen den USA und Kanada erhöht US-Präsident Donald Trump den Druck. Er will kanadischen Firmen den Zugang zum Beschaffungswesen von US-Behörden verwehren.

Der US-Präsident wies in einem Post auf Truth Social eigene Behörden an, entsprechende Schritte einzuleiten, um Produkte kanadischen Ursprungs von Listen zu entfernen. Auf diesen sind Unternehmen aufgeführt, von denen US-Behörden über Rahmenverträge Produkte und Dienstleistungen beziehen können.

Trump knüpfte seine neueste Anweisung an die Forderung Richtung Kanada, US-Firmen, darunter Milchlandwirten, gleichwertigen Zugang zu ihrem Markt zu gewähren. Der US-Präsident spricht im Zollstreit immer wieder davon, dass es ein Handelsungleichgewicht zulasten der USA gebe. Mit diesem Argument hatte er auch gegen viele andere Länder Zölle verhängt.

Kanadas Gegenzölle auf US-Importe traten in Kraft

Trumps Ankündigung fiel auf den Tag, an dem Gegenzölle, die Kanada auf US-Importe erhebt, in Kraft traten. Betroffen sind nach früheren Angaben aus Kanada Produkte aus den Bereichen Stahl und Aluminium, Haushaltsgeräte, landwirtschaftliche Ausrüstung, Zellstoff und Papier sowie Elektronik.

Handelsgespräche zwischen den USA und Kanada waren zuletzt gescheitert. Die USA hatten danach im August Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar verhängt - darunter etwa Hockeyschläger, Möbel, Honig und Wein. Kanada legt daraufhin nun nach.

Quelle: sda
veröffentlicht: 8. September 2026 23:46
aktualisiert: 8. September 2026 23:46