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Referendumskomitee warnt vor Lockerung des Kriegsmaterialgesetzes

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Referendumskomitee warnt vor Lockerung des Kriegsmaterialgesetzes

12. Oktober 2026, 13:30 Uhr
Wer über Krieg und Kriegsmaterial spreche, müsse auch über dessen Folgen sprechen, sagte Martina Weber von Caritas Schweiz an der Medienkonferenz des Referendumskomitees. Jede Eskalation eines Konfliktes bedeute mehr Leid, mehr Traumatisierung und mehr Vertreibung. (im Bild: RSF-Kämpfer im Sudan)
© KEYSTONE/AP/MOHND BLAL
Das Referendumskomitee gegen die Lockerung des Kriegsmaterialgesetzes mit Vertreterinnen und Vertretern von SP, Grünen und EVP hat am Montag in Bern vor den Medien seine Argumente dargelegt. Am 29. November stimmt das Volk darüber ab.

Die Schweiz könne nicht am Vormittag als Vermittlerin in Konflikten auftreten und am Nachmittag die Munition für dieselben Konflikte liefern, warnte der Berner EVP-Nationalrat Marc Jost. Das sei ein massiver Schaden für die Guten Dienste der Schweiz. Bei der Abstimmung gehe es um politische Verlässlichkeit, um demokratische Kontrolle und um das humanitäre Ansehen der Schweiz.

Auch der Zürcher SP-Nationalrat Fabian Molina sieht die Glaubwürdigkeit der Schweiz in Gefahr. Was die Vorlage aber «endgültig entlarve», sei, dass ausgerechnet die Ukraine von der Lockerung ausgenommen wäre, obwohl das Land sich gegen einen völkerrechtswidrigen Angriff durch Russland verteidige. Molina sieht dahinter die Handschrift der SVP.

Quelle: sda
veröffentlicht: 12. Oktober 2026 13:30
aktualisiert: 12. Oktober 2026 13:30