Medizinaltechnik

Philips ruft MRT-Geräte zurück

27. Dezember 2023, 12:33 Uhr
Der niederländische Medzintechnikhersteller Philips muss Magnetresonanztomografen zurücknehmen, weil die US-Gesundheitsbehörden vor möglichen Problemen gewarnt hat. So könnten die Geräte schlimmstenfalls explodieren. (Symbolbild)
© KEYSTONE/EPA/Koen Suyk
Der Medizintechnikhersteller Philips hat erneut Ärger in den USA. Das Unternehmen ruft daher eine bestimmte Serie von Magnetresonanztomografen (MRT) zurück, wie es am Donnerstag mitteilte.

Zuvor hatte die US-Gesundheitsbehörde FDA vor möglichen Problemen gewarnt. So könnte es zu einem übermässigen Druckaufbau von Helium kommen, was im schlimmsten Fall zu einer Explosion führen könnte. Die FDA hat den Rückruf als «Klasse 1»-Fall eingestuft, die höchste Warnstufe. Im Umlauf sind derzeit 340 dieser Systeme, davon 150 in den USA.

Der Rückruf bedeutet einen weiteren Rückschlag für die Niederländer in den USA. Seit mehr als zwei Jahren hat Philips Ärger mit einigen Beatmungsgeräten für die Schlaftherapie. In diesen wurde ein Dämmschaumstoff verarbeitet, von dem sich Partikel lösten. Der Rückruf und die Vorsorge für bereits bekannte Rechtsstreitigkeiten haben weit über eine Milliarde Euro verschlungen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 21. Dezember 2023 10:42
aktualisiert: 27. Dezember 2023 12:33