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Hongkonger Gericht vertagt Entscheidung über Evergrande-Liquidation

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Hongkonger Gericht vertagt Entscheidung über Evergrande-Liquidation

30. Oktober 2023, 08:57 Uhr
Die Zukunft des Immobilienkonzerns bleibt wohl für einige Wochen ungewiss. (Archivbild)
© KEYSTONE/AP/Ng Han Guan
Hongkongs Oberstes Gericht hat dem hoch verschuldeten chinesischen Immobilienentwickler Evergrande einen letzten Aufschub vor einer möglichen Liquidation gewährt.

Das Gericht vertagte das entsprechende Verfahren auf den 4. Dezember, wie die Hongkonger Zeitung «South China Morning Post» am Montag unter Berufung auf eine Entscheidung der zuständigen Richterin Linda Chan berichtete.

Chan warnte demnach, wenn bis dahin kein Sanierungsplan vorliege, werde sie «höchstwahrscheinlich» die Liquidation anordnen.

Der chinesische Konzern, der an der Hongkonger Börse notiert ist, steckt in einer tiefen Krise und gilt als das am höchsten verschuldete Immobilienunternehmen der Welt. Evergrande hat Schulden in Höhe von mehr als 300 Milliarden US-Dollar angehäuft. Im Januar 2022 kündigte der Konzern einen Restrukturierungsplan an, konnte sich aber bisher nicht mit seinen Gläubigern einigen.

Der chinesische Immobiliensektor befindet sich seit einiger Zeit in einer schweren Krise, für die Evergrande zum Symbol geworden ist. Längst sind jedoch zahlreiche Unternehmen betroffen. Die Immobilienkrise wirkt sich auch auf andere Wirtschaftszweige aus.

Quelle: sda
veröffentlicht: 30. Oktober 2023 08:57
aktualisiert: 30. Oktober 2023 08:57
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