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Handel mit wilden Arten ist laut Studie viel grösser als gedacht

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Handel mit wilden Arten ist laut Studie viel grösser als gedacht

31. Oktober 2026, 04:25 Uhr
Ein junger Chinesischer Tigergecko sitzt im Kölner Zoo in einem Terrarium. Die erst 1999 entdeckte Art wurde kurz danach, durch Fangen der Tiere für den Handel, in China ausgerottet. Bei seitdem neuentdeckten Arten wird daher kein genauer Fundort mehr angegeben. (Archivbild)
© KEYSTONE/DPA/HENNING KAISER
Ob Tropenholz, Heilpflanzen, Zierfische oder Morcheln: Menschen handeln weltweit mit mindestens 107'356 wildlebenden Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. Das sind mehr als doppelt so viele wie bislang angenommen.

Die tatsächliche Zahl könnte aber noch deutlich höher liegen, weil in vielen Ländern systematische Daten über Handel und Entnahme fehlen. Das geht aus einer im Fachjournal «Science Advances» veröffentlichten Studie unter Leitung der Universität Melbourne hervor.

Bisherige Schätzungen, darunter eine Analyse des Weltbiodiversitätsrats IPBES, waren von rund 50'000 international gehandelten Arten ausgegangen. Die neue Untersuchung erfasst allein mehr als 47'000 Tierarten. Hinzu kommen fast 50'000 genutzte Pflanzenarten sowie Pilze.

«Wenn wir an den Handel mit wildlebenden Arten denken, denken wir meist an den illegalen Handel mit Elefanten, Tigern und Schuppentieren. Aber es geht um sehr viel mehr», sagte die Studienleiterin Alice Hughes laut einer Pressemitteilung.

Quelle: sda
veröffentlicht: 31. Oktober 2026 04:25
aktualisiert: 31. Oktober 2026 04:25