USA

Ex-Twitter-Manager wollen bei Musk Millionen-Abfindungen einklagen

4. März 2024, 23:54 Uhr
Vier einstige Top-Manager von Twitter, die Tech-Milliardär Elon Musk beim Kauf des Dienstes feuerte, wollen bei ihm mehr als 128 Millionen Dollar an Abfindungen einklagen. (Archivbild)
© KEYSTONE/AP/GODOFREDO A. VÁSQUEZ
Vier einstige Top-Manager von Twitter, die Tech-Milliardär Elon Musk beim Kauf des Dienstes feuerte, wollen bei ihm mehr als 128 Millionen Dollar an Abfindungen einklagen.

Musks Seite habe in mehr als einem Jahr nur fadenscheinige Gründe für die Kündigung nennen können, hiess es in der am Montag eingereichten Klage unter anderem des ehemaligen Chefs Parag Agrawal. Von Musk gab es zunächst keine Reaktion.

Musk hatte den Kurznachrichtendienst Twitter im Oktober 2022 für rund 44 Milliarden Dollar gekauft. Er feuerte die Manager unmittelbar nach Abschluss der Übernahme. Dabei seien als Grund zwar unter anderem «grobe Fahrlässigkeit» und «absichtliches Fehlverhalten» angegeben worden - aber die Kündigungsbriefe hätten keine Beispiele dafür enthalten, hiess es in der Klage. Später seien Erfolgsprämien an Anwälte, die den zwischenzeitig unwilligen Musk zum Abschluss des Twitter-Deals gebracht hatten, sowie Bonuszahlungen an Mitarbeiter zur Begründung genannt worden.

Musks eigene Biografie als Beweismittel

Die Manager verwiesen auch auf Musks vor einigen Monaten erschienene Biografie, in der beschrieben wurde, wie er sie schnell feuern wollte, bevor sie ihre Aktienoptionen einlösen konnten.

Die Aktienpakete spielen auch die zentrale Rolle bei den Forderungen der Ex-Manager. So fordert Agrawal rund 57,36 Millionen Dollar. Davon entfällt nur eine Million Dollar auf das ihm laut Abfindungsvereinbarung zustehende Jahresgehalt. Der frühere Finanzchef Ned Segal verlangt knapp 44,5 Millionen Dollar und die einstiegen Rechtsverantwortlichen Vijaya Gadde und Sean Edgett jeweils 20 und fast 6,8 Millionen Dollar. Insgesamt kam so ein Betrag von rund 128,6 Millionen Dollar zusammen.

Musk benannte Twitter inzwischen in X um und will auf Basis des Dienstes eine Allzweck-Plattform unter anderem für Kommunikation und Job-Suche aufbauen. Er räumte mehrfach ein, dass sich die Umsätze wegen der Abwanderung grosser Werbekunden nach der Übernahme halbiert hatten.

Quelle: sda
veröffentlicht: 4. März 2024 23:54
aktualisiert: 4. März 2024 23:54