Boeing muss nach 737-MAX-Absturz Opferfamilie 29 Millionen zahlen
Geklagt hatte die Witwe von Michael «Mick» Ryan. Der Mitarbeiter des Welternährungsprogramms und Vater von zwei Kindern gehörte zu den 157 Todesopfern des Absturzes vom 10. März 2019. Insgesamt kamen dabei 21 Uno-Mitarbeitende ums Leben.
Das Unglück ereignete sich wenige Monate nach dem Absturz einer 737 MAX 8 der indonesischen Fluggesellschaft Lion Air mit 189 Toten. Boeing räumte bereits 2019 ein, dass die Steuerungssoftware MCAS zu beiden Abstürzen beigetragen hatte.
Die Unglücke lösten zahlreiche Zivilklagen aus. Die meisten wurden mit vertraulichen Vergleichen beigelegt. Im ersten Zivilprozess im November 2025 erhielt der Witwer eines Opfers 28,45 Millionen Dollar zugesprochen. Im Mai sprach eine Jury der Familie einer 24-jährigen Amerikanerin 49,5 Millionen Dollar zu.
Nach dem jüngsten Verfahren sind noch zwei Klagen im Zusammenhang mit dem Ethiopian-Absturz offen. Die strafrechtlichen Verfahren gegen Boeing wegen der beiden Unglücke wurden im November 2025 eingestellt.