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Wieder eine tschechische Siegerin in Wimbledon

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Wieder eine tschechische Siegerin in Wimbledon

9. Juli 2026, 17:30 Uhr
Mit letztem Einsatz: Karolina Muchova kämpfte sich in ihren ersten Wimbledonfinal
© KEYSTONE/AP/Brian Inganga
Karolina Muchova und Linda Noskova stehen beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon im Final. Damit wird es beim Rasenklassiker zum dritten Mal in vier Jahren eine tschechische Siegerin geben.

Die Weltranglisten-Neunte Karolina Muchova setzte sich nach 2:38 Stunden im Match-Tiebreak des Entscheidungssatzes 6:2, 1:6, 7:6 (12:10) gegen Coco Gauff, die Bezwingerin von Belinda Bencic, durch. Bei 4:4 hatte sie noch zwei Breakchancen der zwei Positionen besser klassierten Amerikanerin abgewehrt. Und im Tiebreak hatte Gauff einen Matchball auf dem Schläger, der fast nicht zu verpassen war.

Stattdessen ist es für die Tschechin aus Olomouc der zweite Grand-Slam-Final nach dem French Open 2023, wo sie gegen die Sandkönigin Iga Swiatek in drei Sätzen unterlag. Diesmal geht Muchova eher als Favoritin in den Final vom Samstagnachmittag - wenn die Gesundheit bei der 29-Jährigen mitspielt. In der Endphase litt die in der Vergangenheit oft verletzte Muchova offensichtlich unter Schmerzen im Bauch- oder Rippenbereich, biss sich aber durch und meinte im Platzinterview, sie werde sicher okay sein.

Drama pur zwischen Muchova und Gauff

Gegnerin ist ihre Landsfrau Linda Noskova (WTA 12), die sich gegen die einen Platz hinter ihr klassierte Ukrainerin Marta Kostjuk 6:4, 6:4 durchsetzte. So oder so wird es die zehnte unterschiedliche Siegerin hintereinander geben. Auch Muchova steht in Wimbledon erstmals im Final, bislang war sie nie über die Achtelfinals hinausgekommen. Für die 21-jährige Noskova ist es der erste Major-Final überhaupt. Zum dritten Mal in vier Jahren - nach Marketa Vondrousova 2023 und Barbora Krejcikova 2024 - wird die Siegerin aus Tschechien kommen.

Nach zwei klaren Sätzen boten Muchova und Gauff den Zuschauern Spitzentennis und Drama erster Güte. Im Entscheidungssatz wurde es bei grosser Hitze ein hochstehenden Abnützungskampf mit spektakulären Ballwechseln, in dem sich keine der beiden Spielerinnen eine Blösse gab. Dreimal in Folge - angefangen mit dem Achtelfinal gegen Belinda Bencic - hatte Gauff nach verlorenem Startsatz noch gewonnen. Nun war aber auch die Comeback-Queen mit ihrem Latein am Ende.

Noskova mit den entscheidenden Breaks

Weit weniger Drama bot der zweite Halbfinal. Noskova zeigte sich in ihrem ersten Grand-Slam-Halbfinal und bei ihrem ersten Spiel auf dem berühmten Centre Court nervenstärker und solider als Kostjuk. In beiden Sätzen gab die Ukrainerin zum 4:6 ihren Aufschlag ab.

Quelle: sda
veröffentlicht: 9. Juli 2026 17:30
aktualisiert: 9. Juli 2026 17:30