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Vater Jos befürchtet, Max Verstappen «könnte Motivation verlieren»

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Vater Jos befürchtet, Max Verstappen «könnte Motivation verlieren»

30. März 2026, 05:03 Uhr
Max Verstappen hatte in der Formel 1 schon mehr Spass als im Moment
© KEYSTONE/AP/Hiro Komae
Nur Platz 8 in Japan, obwohl er zum Quartett der Profiteure beim Reifenwechsel gehörte. Max Verstappen findet weiter keine Freude an allen Neuerungen in der Formel 1.

Das Wochenende in Suzuka war eines zum Vergessen für den viermaligen Weltmeister. Im Qualifying schied Max Verstappen schon im Q2 als Elfter aus. Im Rennen schaffte es bis auf Platz 5 nach vorne, weil er lange mit dem Reifenwechsel zuwartete. Aber obwohl er während der Safety-Car-Phase den Gummi wechseln konnte, resultierte am Ende nur Platz 8.

«Ich bin besser gestartet als in den ersten zwei Rennen. Dann habe ich ein paar Autos überholen können. Aber wenn du mal überholen kannst, dann hast du auf der nächsten Geraden eine leere Batterie.» Max Verstappen, der Vollgasfahrer, findet weiter keine Freude an den neuen Formel-1-Regeln, nach denen man vom Gas gehen muss, um die Batterie wieder zu laden.

Die Warnung des Vaters

Jos «the Boss» Verstappen (54), der Vater von Max und einst auch Formel-1-Pilot (zwei Podestplätze), sprach im niederländischen «Telegraaf» davon, dass sein Sohn wegen der neuen Regeln die Lust an der Formel 1 verlieren könnte. «Ehrlich gesagt, befürchte ich, dass Max seine Motivation verliert», so Jos Verstappen. «Man hört immer wieder, dass es eine Frage der Angewöhnung ist, aber ich bin mir sicher, dass Max so keinen Spass haben wird», warnt der Vater.

Ausserdem meinte Vater Jos mit Bezug auf den Sohn: «Früher dachte Max, Formel 1 zu fahren sei das Grösste überhaupt. Aber jetzt bin ich ziemlich pessimistisch, dass er das noch so sieht.» Max Verstappen besitzt beim Red-Bull-Team noch einen Vertrag bis 2028, besitzt Branchenexperten zufolge aber eine Ausstiegsklausel zum Saisonende. Zuletzt schwärmte Max Verstappen (28) immer wieder von anderen Rennserien.

«Das Ganze macht keinen Spass»

Und was sagt Max nach dem Wochenende von Suzuka? «Wenn ich im Auto sitze, gebe ich immer alles. Aber so, wie die Dinge derzeit stehen, nicht nur was das Auto angeht, sondern alles, was ich bereits über die Formel 1 gesagt habe, bereitet mir das Ganze im Moment keinen Spass. Wenn man einen so reise-intensiven Sport wie die Formel 1 ausübt, dann muss man am Ende auch Spass daran haben. Ich glaube, das gilt für alle Sportler. Wenn man keinen Spass daran hat, kann man nicht das Beste daraus machen.»

Verstappen wird keinen Schnellschuss ausführen. Vielleicht will er mit seinen Aussagen auch Druck aufbauen, denn - so sagt es Toto Wolff vom Rivalen Mercedes - «für die Formel 1 wäre es gar nicht gut, Max Verstappen zu verlieren». Für Verstappen sind Anpassungen am Reglement für die persönliche Zukunft in der F1 grundlegend. «Meine Zukunft hängt davon ab, was sie für nächste Saison beschliessen. Für dieses Jahr weiss ich, dass sie ihr Bestes geben. Aber die ganze Angelegenheit ist ja auch politisch, oder?» Für Hersteller wie Audi (das frühere Sauber-Team) waren die neuen Regeln entscheidend für den Einstieg in die Formel 1.

Quelle: sda
veröffentlicht: 30. März 2026 05:03
aktualisiert: 30. März 2026 05:03