Titelverteidiger Sinner zittert fünf Sätze lang
In seinem ersten Einsatz seit dem völlig überraschenden Hitzekollaps bei den French Open hinterliess Jannik Sinner einen zwiespältigen Eindruck. Als Weltranglistenerster eröffnete er am Montag traditionell das Turnier in Wimbledon auf dem Centre Court - und verlor gleich den ersten Satz gegen den Serben Miomir Kecmanovic (ATP 50). Am Ende rettete sich der Italiener auch dank 31 Assen in fünf Sätzen mit 4:6, 6:3, 6:7 (6:8), 6:2, 6:3, doch er schien sich auf dem Platz nie so richtig wohlzufühlen und ging auch mehrere Male nach Ausrutschern zu Boden. Er wird sich in der 2. Runde gegen den Portugiesen Nuno Borges (ATP 48) - und erst recht danach - steigern müssen. Immerhin vermied er es, als erst zweiter Spieler nach Lleyton Hewitt (2003 gegen Ivo Karlovic) in der Profiära als Titelverteidiger in der 1. Runde auszuscheiden.
Drama um French-Open-Finalistin Chwalinska
Am French Open hatte Maja Chwalinska alle verblüfft und als Qualifikantin den Final erreicht, in Wimbledon erlebte sie nun ein Drama. Die 24-jährige Polin führte in der 1. Runde gegen die thailändische Qualifikantin Mananchaya Sawangkaew (WTA 164) 6:2, 5:2, als sie beim Matchball ausrutschte und sich den Knöchel verdrehte. Am Ende verlor sie 6:2, 5:7, 2:6. Chwalinska ist mittlerweile die Nummer 21 der Welt, dennoch war sie auf eine Wildcard angewiesen, da sie zum entscheidenden Datum für die Teilnahme noch ausserhalb der Top 100 klassiert war.