Souveräner Schweizer Sieg zum Auftakt der Nations League
Der erste Zusammenzug nach dem Einzug in den WM-Viertelfinal war mit Spannung erwartet worden. Schliesslich waren nicht nur einige Spieler zurückgetreten, es fehlten mit Captain Granit Xhaka und Stürmer Breel Embolo auch zwei Teamstützen, die kombiniert auf 244 Länderspiele kommen. Dass sie nicht einfach zu ersetzen sein würden, war dem Trainer klar.
Dennoch kündigte Yakin im Vorfeld an, dass sein Team der Favoritenrolle gerecht werden wolle. Um eine allfällige Euphorie beim Heimteam und dessen Fans zu verhindern, hatte er sich ein frühes Tor gewünscht. Und sein Team war von Beginn an bemüht, dem nachzukommen. Den ersten von nicht weniger als 17 Schweizer Abschlüssen in der ersten Halbzeit gab Dan Ndoye in der 2. Minute ab. Der Waadtländer war auf der linken Seite einmal mehr ein Aktivposten und kam zu mehreren Chancen. Mehr als ein Pfostenschuss schaute für ihn persönlich aber nicht heraus.
Dafür stand Ndoye am Ursprung des ersten Treffers. In der 22. Minute chipte er den Ball in hohem Bogen in den Strafraum, Zeki Amdouni legte per Kopf ab und Remo Freuler traf per Flachschuss. Für den 34-Jährigen, der nach der WM von Bologna zu Olympiakos Piräus wechselte, war es das erste Nationalmannschaftstor seit fast zwei Jahren - und das insgesamt zwölfte in seinem 95. Länderspiel.
Amdouni an allen Treffern beteiligt
Zum Mann des Spiels wurde Zeki Amdouni. Der Stürmer, der als Ersatz für Breel Embolo und mit Granit Xhakas Nummer 10 auf dem Rücken spielte, sollte nach seiner Vorlage für Freuler zwei Tore selbst erzielen. In der 42. Minute traf er zum 2:0, in der 74. machte der Genfer mit dem 3:0 den Deckel drauf. Es waren seine Tore 12 und 13 im Nationalteam - und das bei erst 34 Einsätzen.
Ebenfalls hervorzuheben gilt: Beide Vorlagen gab Zachary Athekame, der bei seinem Debüt im Nationalteam sogleich in der Startaufstellung stand. Der 21-Jährige zeigte eine starke Leistung, blieb auf der rechten Abwehrseite nicht nur fehlerlos, sondern konnte sich regelmässig offensiv einbringen.
Zu ihren Premieren im A-Nationalteam kamen später auch Sascha Britschgi und Winsley Boteli, die in der 63. respektive 86. Minute eingewechselt wurden. Während sich der Stürmer des FC Sion nicht mehr gross in Szene setzen konnte, durfte auch Britschgi auf der linken Abwehrseite zufrieden mit seinem ersten Länderspiel sein.
Auch Jashari mit guter Leistung
Einen guten Eindruck machte auch Ardon Jashari, der vor allem in der ersten Halbzeit viele Ballkontakte hatte. Als Ersatz für Granit Xhaka waren viele Augen auf ihn gerichtet, wobei der 24-Jährige die Aufgabe im Land seiner Eltern souverän meisterte.
Mit dem 3:0 startet die Schweiz mal wieder erfolgreich in die Nations League. In den letzten drei Kampagnen war sie jeweils mit einer Niederlage gestartet - dann allerdings noch in der Liga A. In der Liga B ist das Ziel der Gruppensieg und damit der direkte Wiederaufstieg. Der erste Schritt ist gemacht, wobei Nordmazedonien ein klar limitierter Gegner war.
Weiter geht es für die Schweiz am Dienstag mit dem Auswärtsspiel gegen Schottland, das zum Auftakt gegen Slowenien 0:0 spielte. In Glasgow dürften die Schweizer grössere Gegenwehr erwarten.
Telegramm und Tabelle
Nordmazedonien - Schweiz 0:3 (0:2)
Skopje. - SR Schlager (GER). - Tore: 22. Freuler (Amdouni) 0:1. 42. Amdouni (Athekame) 0:2. 74. Amdouni (Athekame) 0:3.
Nordmazedonien: Dimitrievski; Ilievski (75. Stojcevski), Zajkov (56. Meljichi), Musliu, Herera; Kostadinov (46. Elezi), Gashtarov, Bardhi, Elmas; Rastoder (46. Mitrovski), Miovski (56. Omeragic).
Schweiz: Kobel; Athekame, Elvedi, Akanji, Rodriguez (63. Britschgi); Jashari, Freuler; Rieder (76. Sanches), Manzambi (63. Sow), Ndoye (76. Aebischer); Amdouni (86. Boteli).
Bemerkungen: Schweiz u.a. ohne Xhaka, Embolo (beide nicht im Aufgebot), Vargas, Zakaria (beide verletzt). Verwarnungen: 36. Ilievski, 43. Bardhi, 49. Gashtarov. 79. Omeragic.
1. Schweiz 1/3 (3:0). 2. Schottland 1/1 (0:0). 2. Slowenien 1/1 (0:0). 4. Nordmazedonien 1/0 (0:3).