So sieht der Schweizer Fahrplan für die EM-Hauptrunde aus
Am Sonntag bekommt es das Team von Trainer Andy Schmid mit dem WM-Zweiten Kroatien (20.30 Uhr) zu tun. In der kommenden Woche folgen die Partien gegen Island am Dienstag (15.30 Uhr) und Gastgeber Schweden am Mittwoch (20.30 Uhr). Die Schweizer nehmen die Hauptrunde aufgrund der 35:38-Niederlage gegen Slowenien mit null Punkten in Angriff.
Der erste Gegner Ungarn verpasste an der letztjährigen WM in extremis die Halbfinals. Im Viertelfinal gegen Kroatien führten sie in der 55. Minute mit 30:26, ehe die Partie noch mit 30:31 verloren ging. Die EM 2024 beendeten sie auf dem 5. Platz. Das Team besteht aus einer interessanten Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern.
Hervorzuheben ist der 23-jährige Rechtsaussen Bence Imre, ein Teamkollege des Schweizer Kreisläufers Lukas Laube bei der deutschen Topmannschaft Kiel. Imre erzielte in den bisherigen drei Partien 20 Tore und ist damit Topskorer der Ungarn. Sehr stark agierte bisher auch der ebenfalls 23-jährige Goalie Kristof Palasics mit einer Abwehrquote von 35,2 Prozent. Er profitiert von einer stabilen Defensive - kein Team hat in der Vorrunde weniger Gegentore (71) zugelassen.
Gegen Kroatien zuletzt auf Augenhöhe
Gegen Kroatien spielten die Schweizer zuletzt im vergangenen November zweimal, wobei sie je einmal gewannen und verloren. Trainiert werden die Kroaten vom innovativen Isländer Dagur Sigurdsson, der Deutschland 2016 zum EM-Titel geführt hat. Nicht mehr zur Verfügung steht der zurückgetretene Starspieler Domagoj Duvnjak.
Island verfügt über ein qualitativ hochwertiges Team und wird als «Geheimfavorit» bezeichnet. Zum Kader gehört auch der bei den Kadetten Schaffhausen tätige rechte Flügel Odinn Rikhardsson, derzeit Zweiter der Torschützenliste der NLA. An Island haben die Schweizer gute Erinnerungen, gewannen sie doch das letzte Duell bei der WM 2021 mit 20:18.
Gegen Schweden seit 1992 sieglos
Gegen Schweden datiert der letzte Schweizer Sieg vom 25. Oktober 1992. Seither gab es 17 Niederlagen. Die Skandinavier, mit fünf Titeln Rekord-Europameister, setzten zum Abschluss der Vorrunde mit dem deutlichen 33:25-Erfolg gegen Kroatien ein Ausrufezeichen.
Um die Halbfinals zu erreichen, müssen die Schweizer in die Top 2 kommen. Das wird mehr als schwierig, sie haben aber bewiesen, dass sie mit jedem Gegner mithalten können, wenn sie am Optimum spielen. Schmid sagt zur Hauptrunde: «Es ist eine unglaubliche Erfahrung, die wir machen werden mit vier Partien auf einem absoluten Top-Niveau.»