Simon Ehammer ist wieder fit
Bei stark wechselnden Winden traf der 26-Jährige bei seinem ersten Versuch den Balken perfekt. Damit blieb ihm das Zittern erspart. Denn die folgenden zwei Versuche übertrat er.
Im Fall des Schweizers interessierte primär die Frage, ob er seine vor einem Monat erlittene Zerrung im hinteren Oberschenkel vollständig auskurieren konnte. Zumindest von aussen betracht machte es den Anschein, dass dies der Fall ist. Ehammer schonte sich nicht, nahm dreimal Anlauf, von einem Handicap war nichts zu sehen. Beim Italiener Mattia Furlani hingegen sieht es nicht gut aus. Der Weltmeister und Olympia-Dritte, der diese Saison stets mit Verletzungen zu kämpfen hatte, brach die Qualifikation ab.
Im Kampf um die Medaillen wird Ehammer, der die Qualifikation im 7. Rang abschloss, auch ohne Furlani als Gegner einen Exploit benötigen. Als Favorit gilt der Titelverteidiger Miltiadis Tentoglou aus Griechenland. Auch ein paar weitere Athleten haben Weiten von über 8,30 m in den Beinen.
Einzig Spitz in den 400-m-Halbfinals
Von den Schweizer 400-m-Läufern, die an den nationalen Meisterschaften gar Trials bestritten, überzeugte einzig Lionel Spitz mit dem Halbfinal-Vorstoss. Der Zürcher erreichte in 45,70 Sekunden den sechstbesten Wert ausserhalb der Top 12, die für die Halbfinals vom Dienstag gesetzt sind. Ricky Petrucciani (46,14) und Haydn Brotschi (46,89) scheiterten deutlich.
Von den zahlreichen Schweizerinnen und Schweizern, die am Montag in den Vorläufen oder Qualifikationen im Einsatz standen, waren auch Lena Wernli über 400 m Hürden und Larissa Bertényi im Hürdensprint erfolgreich - die Weltmeisterin Ditaji Kambundji ist als Top 12 der Saisonbestenliste für die Halbfinals vom Dienstagabend gesetzt. Auch Nathacha Kouni kam über 100 m eine Runde weiter.
Niederlande eröffnen mit Doppelsieg
Der erste Medaillensatz der EM in Birmingham wurde im Kugelstossen der Frauen vergeben. Die Niederlande holte mit Jessica Schilder und Jorinde van Klinken Gold und Silber. Da die Deutsche Yemisi Mabry auf Platz 3 landete, standen die gleichen drei Frauen in gleicher Reihenfolge wie bei Rom 2024 auf dem Podest.
Zwei weitere Schweizerinnen in den 100-m-Halbfinals
Salomé Kora und Nathacha Kouni stehen am Montagabend in den Halbfinals über 100 m. Die Zeiten von 11,19 (RW 1,8 m/s) und 11,31 (Windstille) reichten. Die Top 12 der Saisonbestenliste, unter ihren Géraldine Di Tizio-Frey, greifen als Gesetzte erst ab den Halbfinals ins Geschehen ein.