Silber für Werro, Bronze für Moser
Audrey Werro musste sich über 800 m einzig der Britin Keely Hodgkinson geschlagen geben. Diese unterstrich ihre starke Form mit einer Siegeszeit von 1:55,30, der schnellsten je an einer Hallen-WM gelaufenen Zeit. Mit 1:56,64 gelang Werro ebenfalls eine sehr starke Leistung. Sie distanzierte die drittplatzierte Addison Wiley aus den USA (1:58,36) deutlich.
Die Medaille fünf Tage vor ihrem 22. Geburtstag ist für Werro eine grosse Genugtuung. Vor einem Jahr an der Hallen-WM in Nanjing verpasste sie Bronze um nur einen Hundertstel, nachdem sie zwei Wochen zuvor an der Hallen-EM in Apeldoorn nach einem Sturz aus der Medaillenentscheidung gefallen war.
Moser jubelt erneut über Bronze
Stabhochspringerin Angelica Moser trotzte ihren Blessuren und sicherte sich wie bereits im Vorjahr Bronze. Wie schon 2025 in Nanjing erreichte die 28-Jährige die Medaille mit einer Höhe von 4,70 Metern. Diese übersprang die Zürcherin bereits im ersten Versuch, womit sie gemeinsam mit zwei Konkurrentinnen jubeln durfte. Den 3. Platz teilte sich Moser mit der Tschechin Amalie Svabikova und der Neuseeländerin Imogen Ayris. Der Sieg ging an Molly Caudery aus Grossbritannien, die sich vor Tina Sutej aus Slowenien durchsetzte.
Für Moser ist diese Medaille ein schöner Erfolg, nachdem sie in der Vorbereitung mit einer Fussverletzung und einer Oberschenkelzerrung zu kämpfen hatte. Auf Torun hatte sie sich besonders gefreut, denn hier gewann sie bereits 2021 mit Gold an der Hallen-EM ihre erste Medaille an einem Elite-Grossanlass.
Keine Medaille für Kambundji
Eine Enttäuschung gab es für Ditaji Kambundji über 60 m Hürden. Die 23-jährige Bernerin, die mit grossen Ambitionen angetreten war, verpasste als Vierte die Medaillen knapp. Kambundji war mit 7,75 zwei Hundertstel langsamer als die zweitplatzierte Nadine Visser aus den Niederlanden und die drittplatzierte Pia Skrzyszowska aus Polen.
Der Sieg ging an die überlegene Devynne Charlton von den Bahamas, die mit 7,65 einen Weltrekord aufstellte. Sie feierte damit nach Glasgow und Nanjing ihren dritten Hallen-WM-Titel in Folge. Im vergangenen Jahr war sie nur eine Hundertstel schneller als Kambundji, die sich dafür im Herbst zur Freiluft-Weltmeisterin kürte.