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Silber für Simon Ehammer, Ditaji Kambundji knapp neben dem Podest

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Silber für Simon Ehammer, Ditaji Kambundji knapp neben dem Podest

11. August 2026, 21:20 Uhr
Simon Ehammer freut sich über seine dritte EM-Medaille
© KEYSTONE/EPA/TOLGA AKMEN
Simon Ehammer bricht den Bann für Swiss Athletics an der EM in Birmingham. Er gewinnt als Weitspringer mit einem Flug auf 8,29 m Silber. Ditaji Kambundji verpasst derweil Bronze hauchdünn.

Die Leistung von Ehammer ist hoch einzuschätzen, denn seine Weite kam bei starkem Gegenwind zustande. Der Schweizer Rekordhalter zeigte sich in Top-Form. Einzig der langjährige Dominator Miltiadis Tentouglou aus Griechenland war mit 8,44 m besser.

Der Appenzeller setzte dem Wettkampfjahr 2026, das er mit Hallen-Weltrekord im Siebenkampf lancierte und mit hochkarätigen Schweizer Rekorden im Weitsprung und im Zehnkampf fortgeführt hatte, eine weitere Krone auf.

Das Timing stimmte. Ehammer war nach einer auskurierten Zerrung im Oberschenkel und einer längeren Wettkampfpause erst am Montag zur Qualifikation ins Wettkampf-Geschehen zurückgekehrt. Die Verletzung hat er noch gerade rechtzeitig überwunden. Dies ermöglichte es ihm, seine Medaillensammlung bei Freiluft-Grossanlässen der Elite auf vier Stück zu erweitern: EM-Silber und -Bronze in den Jahren 2022 (Zehnkampf) und 2024 (Weitsprung) sowie WM-Bronze 2022 (Weit) zieren bereits sein Palmarès, in der Halle als Siebenkämpfer wurde er allein bei globalen Treffen zweimal Weltmeister und einmal Zweiter.

Erneut ein Hundertstel-Krimi gegen die Schweiz

Ditaji Kambundji verpasste die Medaille wie schon tags zuvor Géraldine Di Tizio-Frey über 100 m nur hauchdünn. Die Weltmeisterin von Tokio 2025 belegte über 100 m Hürden in 12,75 Sekunden Platz 4. Zur Medaille fehlten ihr zwei Hundertstel.

Gold ging an Nadine Visser in 12,67 Sekunden. Die Tausendstel sprachen für die Niederländerin. Die zweitklassierte Pia Skrzyszowska aus Polen war gleich schnell. Bronze holte die Französin Leaticia Bapté.

Das Abschneiden der Bernerin ist nur auf den ersten Blick enttäuschend. Angesichts der Vorgeschichte fühlt sich Platz 4 auch als Erfolg an. Ditaji Kambundji bestritt erst die Outdoor-Rennen vier und fünf in dieser Saison. Die 24-Jährige war seit Ende Mai ohne Wettkampfpraxis, vor einem Monat kam noch eine Oberschenkelzerrung hinzu.

Kambundji galt zwar auf dem Papier als Mitfavoritin, doch ihre Form ist derzeit nicht überragend ist. Den Final erreichte sie als Achte mit Ach und Krach. Als es aber um die Medaillen ging, konnte sie in Kambundji-Manier noch einen Zacken zulegen. Nach Platz 4 an der Hallen-WM in Torun ging sie heuer zum zweiten Mal leer aus, doch die Niederlage im Sommer wiegt weniger schwer als jene im Winter.

Quelle: sda
veröffentlicht: 11. August 2026 21:20
aktualisiert: 11. August 2026 21:20