Siege für Giacomel und Elvira Öberg, kein Schweizer Top-20-Platz
Giacomel sicherte sich seinen vierten Weltcupsieg trotz eines Schiessfehlers. Bei der Überquerung der Ziellinie nach den 10 km zeigte der Italiener mit dem rechten Arm in den Himmel, in Gedenken an den kurz vor Weihnachten verstorbenen Norweger Sivert Bakken, mit welchem er befreundet war. Platz 2 belegte der Deutsche Philipp Nawrath, Dritter wurde Johannes Dale-Skjevdal aus Norwegen.
Von den fünf im Männer-Sprint gestarteten Schweizern war Sebastian Stalder mit eineinhalb Minuten Rückstand als 21. der beste. Vom Schweizer Quintett bei den Frauen schaffte es keine unter die besten 30. Amy Baserga (35.) und Lea Meier (36.), die zwei an diesem Tag stärksten Schweizerinnen, verloren trotz nur eines Schiessfehlers rund zwei Minuten auf die fehlerfreie Siegerin Elvira Öberg. Das Podest komplettierten die Finnin Suvi Minkkinen und die Französin Julia Simon.
Norweger trauern um Bakken
Vor den ersten Rennem in Oberhof hatte es eine Gedenkzeremonie für Sivert Bakken gegeben. Die norwegischen Biathleten hielten unter Tränen die Bakken zugeloste Startnummer 1 hoch und applaudierten in Erinnerung an ihren ehemaligen Teamkollegen. Bakkens Teamkollege Johan-Olav Botn, der im Thüringer Wald erkrankt fehlt, hatte den 27-Jährigen am 23. Dezember tot in dessen Hotelzimmer in Lavazé gefunden. Die Norweger waren zum Höhentraining in Italien. Die Ergebnisse der Autopsie könnten erst Anfang März vorliegen.
Die Beerdigung Bakkens ist am kommenden Dienstag in Lillehammer, einen Tag vor dem Start des Weltcups in Ruhpolding. Viele des norwegischen Teams werden am Montag nach Norwegen fliegen, um nach der Beerdigung am Dienstagabend nach Deutschland zurückzukehren.