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Schwierige Aufgaben in Rumänien auf Europas grosser Bühne

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Schwierige Aufgaben in Rumänien auf Europas grosser Bühne

9. September 2026, 05:01 Uhr
Die Schweizer Volleyballer hoffen, dass sie an der Europameisterschaft, an der sie in Rumänien spielen, auch jubeln können
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Am Mittwoch beginnt in vier Ländern die Volleyball-EM der Männer. Die Schweiz bestreitet ihre Vorrundenspiele in Rumänien und trifft zum Auftakt am Donnerstag auf Olympiasieger Frankreich.

Die Volleyball-EM der Frauen ist seit Sonntag Geschichte, nun greifen die Männer ins Geschehen ein. Während die Schweizerinnen bei bei der Endrunde fehlten und die Türkei ihren Titel am Heimturnier erfolgreich verteidigte, ist die Schweiz bei den Männern dabei. Zum zweiten Mal nach 2023 hat sie sich sportlich für die EM-Endrunde qualifiziert.

Bei der Premiere vor drei Jahren bezahlte die Schweizer Auswahl noch Lehrgeld. In sechs Gruppenspielen gegen europäische Topnationen resultierten sechs Niederlagen und lediglich ein Punkt. Seither hat sich die Mannschaft weiterentwickelt. Dies zeigte sich auch in der EM-Qualifikation, welche die Schweizer mit jeweils zwei Siegen gegen Schweden und Spanien als Gruppensieger abschlossen.

Nationaltrainer Juan Manuel Serramalera hat die Schweizer Mannschaft im Januar 2024 übernommen und steht vor seinem ersten grossen Turnier mit der Auswahl von Swiss Volley. Der Argentinier folgte auf den Italiener Mario Motta, der nach sechs Jahren als Nationaltrainer nach der EM 2023 zurücktrat.

Bei der Zusammenstellung des EM-Kaders setzt Serramalera auf Kontinuität: acht der 14 Spieler standen bereits vor drei Jahren im Schweizer EM-Aufgebot, sechs geben in Rumänien ihr Debüt auf dieser Bühne.

Zum Auftakt gegen den Olympiasieger

Nach intensiven Vorbereitungswochen wartet gleich zum Auftakt eine besondere Herausforderung. In Cluj-Napoca trifft die Schweiz am Donnerstag auf Frankreich, den Olympiasieger von Paris 2024. Danach folgen die Vergleiche mit Co-Gastgeber Rumänien, der Türkei, Deutschland und Lettland. Um die K.o.-Phase zu erreichen, muss die Schweiz die Gruppe mindestens auf Rang 4 abschliessen. Der Einzug in die Achtelfinals wäre ein beachtlicher Erfolg.

Gegen Frankreich, Deutschland und die Türkei ist die Schweiz klare Aussenseiterin, gegen Rumänien und Lettland darf sie sich hingegen Chancen ausrechnen. Im Sommer bezwangen die Schweizer Lettland in der European League mit 3:2 Sätzen und feierten dabei einen von fünf Siegen in sechs Spielen.

24 Teams, 4 Gastgeber

Die 34. Volleyball-Europameisterschaft findet vom 9. bis 26. September in Bulgarien, Finnland, Italien und Rumänien statt. Die 24 qualifizierten Mannschaften sind auf vier Gruppen mit jeweils sechs Teams verteilt. Die Schweizer absolvieren sämtliche Gruppenspiele in der zweitgrössten rumänischen Stadt Cluj-Napoca. Gespielt wird in der BT Arena, die rund 9300 Zuschauer fasst.

Die besten vier jeder Gruppe erreichen die Achtelfinals, danach geht es im K.o.-System weiter. Der Final findet am 26. September in Mailand statt. Zu den Topfavoriten gehören Titelverteidiger Polen und Weltmeister Italien. Zum erweiterten Favoritenkreis zählen Slowenien, Bulgarien und Olympiasieger Frankreich.

Neben dem EM-Titel geht es um wichtige Qualifikationsplätze. Der Europameister qualifiziert sich direkt für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles, die besten drei Mannschaften sichern sich zudem einen Platz an der WM 2027 in Polen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 9. September 2026 05:01
aktualisiert: 9. September 2026 05:01