Schweizerinnen schlagen auch Malta sicher
Die grosse, erhoffte Torflut wurde es nicht. Dabei hatte sich in den ersten Minuten in Ta'Qali ein Kantersieg von höherem Ausmass angekündigt. Mit Leichtigkeit spielten sich die Schweizerinnen in den ersten paar Minuten durch die maltesische Defensive und führten schon nach zehn Minuten durch die Tore von Iman Beney und Alisha Lehmann mit 2:0.
Die Schweizer Torproduktion geriet danach ins Stocken. Zum einen war das Team von Nationaltrainer Rafel Navarro nicht mehr so präzise und effizient, zum anderen stellte sich Malta, die Nummer 88 der FIFA-Rangliste, besser auf das Spiel der Gäste ein. Mit dem 1:2 in der 19. Minute verzeichnete der Aussenseiter zum richtigen Zeitpunkt einen Energieschub für die restlichen Minuten intensiver Verteidigungsarbeit.
Der Gegentreffer stoppte die Schweizerinnen ein wenig in ihrem Elan. Beim schönen Tor von Maria Farrugia sahen weder die als Linksverteidigerin aufgebotene Leila Wandeler noch die Torhüterin Livia Peng gut aus. Wandeler liess sich gar einfach aus dem Spiel nehmen, Peng wurde von der Flugbahn des Balls überrascht. Kurz nach dem 1:2 hatten die Malteserinnen zwei weitere gute Torchancen.
Die drei Punkte der Schweizerinnen waren trotz des zwischenzeitlichen Höhenflugs von Malta nie in Gefahr. Zu überlegen war der EM-Viertelfinalist. Noch vor der Pause traf Svenja Fölmli zum 3:1. Und die eingewechselte Aurélie Csillag sorgte mit ihrem zweiten Länderspieltor im 14. Einsatz eine Viertelstunde vor Schluss für den Endstand.
Ganz zufrieden waren die Schweizerinnen mit ihrem zweiten Auftritt in der WM-Qualifikation, wenige Tage nach dem 2:0 gegen Nordirland, nicht. Captain Lia Wälti bemängelte die fehlende Präzision in der Nähe des gegnerischen Tores. Aurélie Csillag freute sich zwar über die sechs Punkte aus den beiden Partien, war aber über die Leistung nicht vollends glücklich: «Es gibt noch Luft nach oben», meinte die Stürmerin vom FC Liverpool. «Wir hatten zu viele unnötige Fehler und waren speziell beim letzten Pass zu ungenau.»
Weiter geht es in der WM-Qualifikation für die Schweizerinnen im April mit den zwei Duellen gegen die Türkei, den vermeintlich stärksten Gruppengegner. Um sich dann für das Turnier zu qualifizieren, sind nach den Gruppenspielen auch mindestens zwei Playoff-Runden nötig.