Schweizerinnen nach 7:3-Sieg nur bedingt zufrieden
Die Schweiz steht nach dem Hinspiel der ersten Playoff-Runde der WM-Qualifikation mit einem Bein in Runde 2. Dank des 7:3-Sieges gegen Israel kann sich die Nati am Dienstag in Sitten selbst eine Niederlage mit drei Toren Unterschied leisten.
Wälti muss laut werden
Doch die Partie verlief lange nicht so deutlich, wie es das Resultat am Ende annehmen lässt. Zur Pause stand es gegen einen auf dem Papier massiv schwächeren Gegner 2:2. «So weit darf man es in einem solchen Spiel eigentlich nicht kommen lassen», sagte Captain Lia Wälti später bei SRF. Erst nach über 60 Minuten gelang es der Schweiz dank Riola Xhemaili, sich von Israel abzusetzen.
Ein Tor per Fallrückzieher markierte ihren zweiten Treffer, jenen zum 5:3. Später zeigte sie sich zwar glücklich darüber, sagte im TV-Interview aber auch: «Die erste Halbzeit war schlecht. Wir kriegen die Tore viel zu einfach, das müssen wir abstellen. Gegen die ganz guten Teams können wir nicht mehr einfach so sieben Tore schiessen.»
Tatsächlich wollte den Schweizerinnen in der ersten Halbzeit so wenig gelingen, dass Wälti in der Pause «auf den Tisch haute» und «laut wurde».
Gute Ausgangslage für Rückspiel
«Wir waren unglaublich hässig in der Pause. Es kann nicht sein. Wir wollen an eine WM, dann muss man das auch zeigen», so die Captain. Ihre und die Worte von Trainer Navarro brachten schliesslich den Erfolg: Neben Xhemailis Doppelpack traf Joker Lia Kamber in der Nachspielzeit zweimal, auch Sydney Schertenleib trug sich in die Skorerliste ein.
Das letztlich klare Resultat bietet der Nati eine gute Ausgangslage für das Rückspiel in Sitten am Dienstag. Doch die Spielerinnen dürften gewarnt sein: Spätestens in der 2. Playoff-Runde, wenn es gegen Kosovo oder Österreich gehen würde, wird sich die Schweiz keine solche erste Halbzeit mehr leisten können.