Ponti überzeugt im Halbfinal und kämpft um Medaillen
Noè Ponti sicherst sich am ersten Tag der Langbahn-EM auch gleich den ersten Finaleinzug: Der Tessiner überzeugte über 50 m Delfin mit einer Zeit von 22,53 als schnellster Athlet seines Halbfinals. Im zweiten Halbfinal schwammen einzig der Russe Egor Kornew (22,36) und der Franzose Maxime Grousset (22,49) schneller als Ponti.
«Ich habe mich sehr gut gefühlt», sagte er nach dem Rennen. Bereits im Vorlauf hatte er gezeigt, dass er für die EM bereit ist. In 22,69 Sekunden stellte er eine persönliche Saisonbestleistung auf. Diese übertraf er im Halbfinal nun nochmals.
Für den 25-Jährigen ist es die zweitbeste Zeit über 50 m Delfin, die ihm auf der Langbahn je gelang. Einzig an der WM 2025 schwamm er mit 22,51 Sekunden zwei Hundertstel schneller und stellte damit einen Schweizer Rekord auf.
Im Kampf um die Medaillen gilt es laut ihm nun, keine Fehler zu machen. Die besten acht der Halbfinals lagen so alle innert 39 Hundertstel. «Wenn du einen kleinen Fehler machst, bist du Achter, wenn du alles gut machst, gewinnst du vielleicht», so Ponti. «Wir werden sehen. Ich war gut, aber nicht der Schnellste.»
Der Final in der Disziplin, in der Ponti an den Weltmeisterschaften 2025 in Singapur Silber gewonnen hat, findet am Dienstagabend um kurz nach 18.30 Uhr statt.
Die weiteren Schweizer blieben ohne Erfolg
Abgesehen von Ponti erlebten die weiteren Schweizer keinen erfolgreichen Tag. Marius Toscan verpasste über 400 m Lagen den Finaleinzug. Der 24-jährige Ostschweizer schlug in seiner Paradedisziplin nach 4:17,77 Minuten mit der zwölftbesten Zeit an. Zur Finalqualifikation fehlten Toscan gut 1,7 Sekunden.
Auch die Männer-Staffel über 4x200 m Crawl schaffte es nicht über den Halbfinal hinaus. In 7:15,06 Minuten belegten Antonio Djakovic, Ashton Balint, Mattia Mauri und Tiago Behar den 12. Platz unter 20 Nationen.
Gian-Luca Gartmann schied über 100 m Brust ebenso in den Verläufen aus wie Angelina Patt über 100 m Crawl sowie Fanny Borer, Gaia Rasmussen und Manon Richard über 200 m Rücken.
Erste Medaillen wurden verteilt
Die erste Goldmedaille sicherte sich derweil Ilia Borodin von Russland, der unter neutraler Flagge antrat. Er distanzierte den zweitplatzierten Alberto Razzetti über 400 m Lagen mit einer Zeit von 4:08,17 Minuten um 2,23 Sekunden.
In den zwei weiteren Medaillenentscheidungen triumphierte in der 4x200 Meter Crawl-Staffel sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen Grossbritannien.