Handball

Michael Suter ist nicht mehr Nationaltrainer

7. Februar 2024, 14:06 Uhr
Michael Suter bei seinem letzten Einsatz als Nationaltrainer an der EM in Deutschland
© KEYSTONE/EPA/FILIP SINGER
Nach fast acht Jahren gibt Michael Suter das Amt des Nationaltrainers per sofort ab. Die Verantwortlichen des Verbandes fällen den Entscheid in Absprache mit dem 48-Jährigen.

«Die sportlichen Ziele an der EM in Deutschland wurden verfehlt», teilt Zentralpräsident Pascal Jenny mit. Aufgrund der abschliessenden Niederlage gegen Nordmazedonien war die Schweiz in der Auslosung für die WM-Playoffs nicht gesetzt und erwischte sie einen der stärkeren Gegner.

Als Konsequenz sei der Entscheid getroffen worden, die sportliche Leitung neu zu regeln - fünf Monate früher als ursprünglich geplant. Mit Suter verlassen auch dessen Assistent Matthias Gysin und Torhüter-Trainer Jasko Camdzic den Staff.

Drei Endrunden mit Suter

Suter, der davor jahrelang im Nachwuchs tätig war, übernahm im Sommer 2016 die Verantwortung für das Nationalteam und kam auf eine ausgeglichene Bilanz mit je 43 Siegen und Niederlagen sowie fünf Unentschieden. Unter seiner Leitung nahm die Mannschaft 2020 erstmals seit 14 Jahren wieder an einer EM-Endrunde teil, die WM-Qualifikation für das Turnier von 2021 beendete sogar eine 26-jährige Durststrecke. «Ich verbinde mit dieser Zeit wunderbare Emotionen», lässt sich Suter zitieren. «Nach der EM beginnt nun aber ein neuer Zyklus, was absolut Sinn macht.»

Nach insgesamt 16 Verbandsjahren tritt Suter im Sommer eine neue Aufgabe an. Er wird Trainer des TSV St. Otmar St. Gallen, der derzeit den 8. Platz in der höchsten Liga belegt.

Unmittelbare Nachfolge noch offen

Bekannt ist längst, dass der als Aktiver zurückgetretene Andy Schmid den Posten des Nationaltrainers übernehmen wird. Sein Einstieg war für den Sommer geplant. Ob er das Amt nun früher antritt, ist offen. Schmid sei in der Analyse zum Entscheid miteinbezogen worden. Eine Lösung soll in den nächsten Wochen gefunden werden, schreibt der Verband.

Die Schweiz bestreitet im März ein Testspiel gegen Weltmeister Dänemark, ehe im Mai die WM-Playoffs anstehen. Gegen Slowenien treten die Schweizer am Mittwoch, 8. Mai, oder am Donnerstag, 9. Mai, erst auswärts an, das heimische Rückspiel findet am Sonntag, 12. Mai, statt.

Quelle: sda
veröffentlicht: 7. Februar 2024 10:55
aktualisiert: 7. Februar 2024 14:06