Keine Medaille, aber Diplome für die Schweizerinnen im Zweierbob
67 Hundertstel betrug der Rückstand von Melanie Hasler und Nadja Pasternack zum Podest nach den ersten zwei Durchgängen am Freitag, auf 1,05 Sekunden wuchs er im dritten Lauf an - eine deutlich zu grosse Hypothek, um im letzten Lauf noch in den Kampf um Edelmetall einzugreifen.
Während Hasler/Pasternack den Wettkampf im 6. Rang abschlossen und sich mit einem Olympia-Diplom trösten konnten, machten Debora Annen und Salomé Kora am Samstag entscheidende zwei Plätze gut, um sich diese Auszeichnung ebenfalls zu sichern. Der zweite Schweizer Schlitten lag nach dem halben Pensum nur an 9. Stelle.
Die Lücke von zwei Zehnteln zu Hasler/Pasternack hatten die Tochter von Martin Annen, selbst dreifacher Medaillengewinner an Olympischen Spielen, und die Leichtathletin Kora, die als erste Schweizerin an olympischen Sommer- und Winterspielen als Aktive dabei war, im dritten Lauf auf acht Hundertstel reduziert. Am Ende trennten die Schweizer Bobs neun Hundertstel.
Sowohl Hasler als auch Annen waren mit ihrem Abschneiden zufrieden - Hasler auch deshalb, weil sie hinter drei deutschen und zwei amerikanischen Schlitten «best of the rest» war. «Es hätte vier perfekte Fahrten gebraucht, aber auch das hätte nur gereicht, wenn die anderen gravierende Fehler gemacht hätten», sagte sie. Salomé Koras Palmarès zieren nun Olympia-Diplome an Sommer- und an Winterspielen.