Jason Joseph kämpft um die EM-Medaille
Joseph musste im Halbfinal einen Schreckmoment überstehen. Der vor ihm führende Belgier Elie Bacari stürzte auf die Bahn des Schweizers. Joseph verlor kurz den Rhythmus, fing sich aber wieder und kämpfte sich an die Spitze vor.
Die Medaillenchancen von Joseph sind intakt, das Feld liegt sehr eng zusammen. Die acht Finalisten klassierten sich im Halbfinal allesamt innerhalb von 14 Hundertsteln.
Mujinga Kambundji noch weit von Bestform entfernt
Mujinga Kambundji ist über 200 m noch nicht auf dem Niveau früherer Tage. In 23,81 Sekunden war sie chancenlos.
Erst Ende November des vergangenen Jahres brachte die Berner Sprint-Königin ihren Sohn Léon zur Welt. Dass die 34-Jährige nur achteinhalb Monate nach der Geburt dank einer Wildcard als Titelverteidigerin über 200 m im Halbfinal steht, ist an sich schon eine sportlich starke Leistung. Kambundji selbst betonte, dass für sie der Spass und das Gefühl, überhaupt wieder kompetitiv auf internationalem Niveau mitzuhalten, im Vordergrund stehe.
Im Final vertritt dafür Fabienne Hoenke die Schweizer Farben. Die Frau aus dem Fricktal erzielte in 22,46 Sekunden bei Windstille erneut eine persönliche Bestzeit. Léonie Pointet (23,10) und Iris Callgiuri (23,34) verpassten den Cut für den Final, der bei 22,77 Sekunden lag.