Hurricanes gleichen dank Schlussspurt aus
Zwei Tage nach der 4:5-Niederlage beim Auftakt zum Finale sah es lange, sehr lange erneut nicht gut aus für die Hurricanes. Bis Mitte des dritten Drittels lag die Mannschaft aus Raleigh in North Carolina 0:2 im Hintertreffen. Der Kanadier Brett Howden, der beste Torschütze der laufenden Playoffs, hatte seine Treffer 12 und 13 markiert, die Golden Knights waren auf gutem Weg zum achten Sieg hintereinander.
Dann aber überschlugen sich im dritten Abschnitt die Ereignisse. Howdens Landsleute Logan Stankoven, Mark Jankowski, er mit seinem ersten Tor in den Playoffs für die Hurricanes überhaupt, und im Powerplay Jordan Staal sorgten innert fünf Minuten für den Umschwung zugunsten des Heimteams. Doch auch die wiederum ohne Torhüter Akira Schmid im Kader angetretenen Golden Knights hatten noch eine Antwort parat. Mark Stone, auch er Kanadier, glich 81 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit zum 3:3 aus und rettete seine Equipe in die Verlängerung.
In der Zusatzschlaufe dauerte es knapp vier Minuten bis zur Entscheidung. Seth Jarvis erlöste die Hurricanes in Überzahl und wendete so das schlimmstmögliche Szenario eines 0:2-Rückstands in der Serie ab. Ausgerechnet der Kanadier Jarvis also, der mit seinen Kollegen der ersten Sturmlinie, dem Finnen Sebastian Aho und dem Russen Andrej Swetschnikow, im bisherigen Verlauf dieser Playoffs nicht in gewünschtem Mass auf Touren gekommen war.
Der Final um den Stanley Cup wechselt nun seinen Schauplatz. Die nächsten zwei Partien in der Nacht auf Sonntag und auf Mittwoch werden in der Heimstätte der Golden Knights in Paradise ausgetragen.