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Golf-Welt wieder in Aufruhr

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Golf-Welt wieder in Aufruhr

1. September 2026, 04:00 Uhr
2005 gewann Sergio Garcia das Omega European Masters in Crans, später stieg er in der Weltrangliste bis auf Platz 2 auf
© KEYSTONE/OLIVIER MAIRE
Diese Woche schaut die Golf-Welt nach Crans-Montana ans Omega European Masters. Aber die Golf-Welt ist wieder in Aufruhr.

Die grösste Tour, die US PGA Tour, beendete am Wochenende mit dem Tour-Finale ihre Saison. Scottie Scheffler, die Weltnummer 1, siegte mit grossem Vorsprung.

Die LIV-Tour, die fünf Jahre lang mit saudischen Moneten der etablierten PGA die Stars abgeworben hat, bestritt eine Woche vorher in Indianapolis womöglich ihr allerletztes Turnier. Weil der offizielle Staatsfonds Saudi-Arabiens im April den Ausstieg bei LIV verkündete, wurden heuer bereits zwei Turniere gestrichen und die Preisgelder reduziert. Ein neuer Investor soll zwar da sein, darf aber nicht genannt werden. Die Mehrheit der Angestellten der LIV-Tour erhielt letzte Woche die Kündigung.

LIV-Tour vor dem Ende

Damit stellt sich die Frage: Was tun die LIV-Profis, wenn es ihre Bonzen-Tour 2027 tatsächlich nicht mehr gibt?

Die US PGA Tour müsste zwar daran interessiert sein, wieder die Topstars unter ihrem Dach zu vereinen. Aber Brian Rolapp, der CEO der US PGA Tour, erklärte am Tour-Finale in Atlanta, dass es im Moment keine Pläne gebe, diese Stars wie Jon Rahm oder Bryson DeChambeau wieder aufzunehmen und zu begnadigen.

Und die DP World Tour (einst European Tour), zu der auch das Omega European Masters in Crans zählt?

LIV-Golfer in Crans

Die DP World Tour bewegt sich zwischen den Fronten. Zum einen ist sie mit der grossen US Tour verbandelt und kann nicht einfach Freipässe für LIV-Rückkehrer ausstellen. Andererseits wäre es zweifellos ein markanter Mehrwert für die Tour, wenn sich Spieler mit hoher Qualität - und sei es nur, weil sie bei der US PGA Tour im Moment nicht unterkommen - für ihre Tour entschieden. Verbürgt ist, dass die DP World Tour direkt mit Agenten von LIV-Profis Kontakt aufgenommen hat.

Acht LIV-Profis bezahlten Anfang Jahr horrende Bussgelder, um auf der DP World Tour sporadisch wieder mittun zu können. Jon Rahm erhielt später ebenfalls eine entsprechende Freigabe. Sergio Garcia (46), einst die Nummer 2 der Welt und vor 21 Jahren Sieger in Crans, spielt diese Woche auf dem Walliser Hochplateau mit - ebenso wie Thomas Detry (BEL), Adrian Meronk (POL) und David Puig (ESP). Sie hoffen - für den Fall, dass es die LIV Tour nächste Saison nicht mehr gibt -, sich noch eine Tourkarte für 2027 zu erspielen. Patrick Reed, der in diesem Jahr der LIV-Tour den Rücken kehrte, tritt als Leader der DP World Tour in Crans an.

Stars in die Qualifying School

Fünf Jungstars der LIV-Tour, die wegen fehlender Verdienste nicht einfach an grossen Events wie in Crans unterkommen, unter ihnen der Amerikaner Michael La Sasso, der vor einer Woche das womöglich letzte LIV-Tour-Turnier in Indianapolis vor Jon Rahm gewann, haben sich für die Qualifying School der DP World Tour eingeschrieben. Dieser beschwerliche Weg zu einer Tourkarte beginnt in diesen Tagen und endet nach drei Phasen im November.

Quelle: sda
veröffentlicht: 1. September 2026 04:00
aktualisiert: 1. September 2026 04:00