Ski alpin

Franzose Sarrazin schlägt Odermatt und Kilde

12. Januar 2024, 17:31 Uhr
Cyprien Sarrazin freut sich über seine Bestzeit
© KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
Zwei Wochen nach dem ersten Weltcupsieg in der Abfahrt von Bormio durchbricht Cyprien Sarrazin die Phalanx von Marco Odermatt und Aleksander Kilde auch im Super-G.

Der Franzose siegte in Wengen deutlich vor den beiden Speed-Dominatoren und den Italienern Dominik Paris und Guglielmo Bosca.

Sarrazin, Zweiter bereits in der verkürzten Abfahrt am Donnerstag, legte mit Startnummer 3 eine Fahrt in den Schnee, der auch die Besten nichts entgegenzusetzen hatten. Odermatt büsste als Zweiter 58 Hundertstel ein und damit exakt so viel, wie er tags zuvor Sarrazin abgenommen hatte. Der Rückstand des drittplatzierten Kilde belief sich bereits auf eine Sekunde. Das Trio hatte schon am Donnerstag das Podest gebildet, einzig Sarrazin und Odermatt tauschten die Plätze.

Justin Murisier, als Siebter im Zwischenklassement zum zweiten Mal in Folge der zweitbeste Schweizer im Super-G, hielt zu Recht fest, dass «Sarrazin heute unschlagbar» war. Auch Odermatt war sich, als er am Start Sarrazins Fahrt sah, sofort bewusst, «dass es nicht einfach wird, diesen zu schlagen».

Odermatt wie einst Hermann Maier

Wohl nicht nur weil Odermatt das Risiko in der Folge dosierte, musste er sich nach zuvor drei Siegen in drei verschiedenen Disziplinen sowie fünf Siegen in den letzten sechs Super-Gs wieder einmal geschlagen geben. Seine Podestserie in dieser Disziplin baute der Nidwaldner aber auf zwölf Rennen aus und egalisierte damit die Bestmarke von Hermann Maier, die aus der Zeitspanne zwischen 2001 und 2004 datiert. Aus den letzten 21 Super-Gs resultierten für Odermatt nicht weniger als 18 Podestplätze.

Sieben Plätze hinter Odermatt und zwei hinter Murisier schaffte es auch Stefan Rogentin in die Top 10. Viertbester Schweizer war Arnaud Boisset, der mit Startnummer 33 auf Platz 14 fuhr. Der Österreicher Vincent Kriechmayr, vor Sarrazin seit 2021 der einzige Super-G-Sieger im Weltcup, der nicht Odermatt oder Kilde hiess, schaffte es als Elfter nicht in die Top 10. Drei Positionen vor ihm war Raphael Haaser der Beste aus dem Austria-Team.

Pinturaults Achterbahn

Bitter verlief das Rennen für Alexis Pinturault. Der 32-jährige Franzose, der am Dreikönigstag zum ersten Mal Vater geworden war und am Donnerstag als Neunter sein bestes Abfahrts-Ergebnis geschafft hatte, geriet beim Sprung am Silberhorn aus der Balance und verletzte sich beim Sturz schwer am Knie. Der Gesamtweltcupsieger von 2021 musste mit dem Helikopter abtransportiert werden. Untersuchungen ergaben schliesslich einen Riss des vorderen Kreuzbandes.

Quelle: sda
veröffentlicht: 12. Januar 2024 14:14
aktualisiert: 12. Januar 2024 17:31