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FC Lugano braucht einen Coup in Belgien

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FC Lugano braucht einen Coup in Belgien

24. August 2023, 05:01 Uhr
Mohamed Amoura wird gegen sein früheres Team auflaufen
© KEYSTONE/TI-PRESS/SAMUEL GOLAY
Mit dem FC Lugano startet das letzte Schweizer Team in den Europacup. Die Tessiner wollen in die Gruppenphase der Europa League, müssen dafür aber Royale Union Saint Gilloise aus Belgien besiegen.

Im Südtessin waren die Leute im Umfeld des FC Lugano Ende der letzten Saison gar nicht einmal so unglücklich darüber, dass es nicht für Rang 2 in der Super League reichte, den sich Servette mit einem Punkt Vorsprung sicherte. Weil die Luganesi so schon sicher wussten, die Gruppenphase eines europäischen Wettbewerbs bestreiten zu dürfen. Erstmals seit 2019, als sie zum zweiten Mal nach 2017 auf zweithöchster europäischer Bühne auflaufen konnten.

Damals resultierten in einer Gruppe mit Malmö, Kopenhagen und Dynamo Kiew drei Punkte nach einem Unentschieden gegen die Schweden und zwei gegen die Ukrainer. Die von Maurizio Jacobacci trainierten Tessiner mussten ihre Kampagne als Tabellenletzte beenden. Die Premiere 2017 verlief erfolgreicher. Gegen Hapoel Beer Sheva, Viktoria Pilsen und dem FCSB aus Bukarest schaute je ein Sieg heraus, für ein Weiterkommen reichte es aber auch unter Pierluigi Tami nicht.

Wiedersehen mit Amoura

Nun will sich die Mannschaft von Mattia Croci-Torti die dritte Teilnahme in der Europa League erspielen. Die Hürde ist in den Playoffs mit Royale Union Saint Gilloise allerdings beachtlich. Der elffache belgische Meister stiess im letzten Jahr bis in die Viertelfinals der Europa League vor, wo dann Bayer Leverkusen Endstation bedeutete. In den Achtelfinals hatten sich die Belgier gegen Union Berlin durchgesetzt und in der Gruppenphase unter anderen das portugiesische Spitzenteam Braga hinter sich gelassen.

Seit kurzem beschäftigt Saint Gilloise einen, der die Luganesi bestens kennt. Vor einer knappen Woche wechselte Mohamed Amoura für rund vier Millionen Euro vom Tessin in den Süden Brüssels. Der 23-jährige Algerier, der in seinen zwei Saisons in Lugano in 66 Partien 17 Tore erzielt hat, wäre mit seiner Schnelligkeit sicher eine willkommene Alternative für Croci-Torti gewesen. Nun wird der Trainer Lösungen finden müssen, unter anderen seinen ehemaligen Spieler zu stoppen.

Doch auch wenn der FC Lugano, der sein Heimspiel in Genf im Stade de Genève austragen muss, an den kommenden beiden Donnerstagen scheitern sollte, wird seine Reise durch Fussball-Europa weitergehen. Nämlich in der Gruppenphase der Conference League.

Quelle: sda
veröffentlicht: 24. August 2023 05:01
aktualisiert: 24. August 2023 05:01