Embolos Geduldsprobe nach Besuch auf US-Botschaft
Laut einer Mitteilung des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) musste Embolo am Mittwochvormittag bei der US-Botschaft in Bern einen Visumsantrag stellen. Ob und zu welchem Zeitpunkt er die benötigte Einreisebewilligung für das WM-Gastgeberland erhält, ist offen. Der SFV zeigt sich jedoch optimistisch: «Die Botschaft hat uns mitgeteilt, dass der Antrag mit Priorität behandelt wird. Nun warten sowohl Breel als auch wir auf die Genehmigung, damit er schnellstmöglich nach San Diego reisen und zum Team stossen kann.»
Embolo hatte am Dienstag nicht wie geplant mit dem Schweizer Team den Flug nach Los Angeles antreten können, weil seine elektronische Einreisegenehmigung für die USA (ESTA) erneut überprüft wurde, nachdem sie zunächst bereits bewilligt worden war.
Strafregistereintrag das Problem
Laut dem SFV wurde Embolos ESTA aufgrund seines Strafregistereintrags letztlich nicht bewilligt. Der Stürmer von Stade Rennes war im September 2025 wegen mehrfacher Drohung während eines nächtlichen Ausgangs im Jahr 2018 in Basel verurteilt worden. Er erhielt eine bedingte Busse und verzichtete im April endgültig auf einen Rekurs.
Die US-Behörden wollten nun insbesondere klären, ob im Zusammenhang mit dem Vorfall körperliche Gewalt angewendet worden sei. Dies sei nicht der Fall gewesen, so der SFV.
Samstag letzter Test gegen Australien
Breel Embolo muss somit weiter abwarten, wann er zu seinen Teamkollegen ins WM-Basecamp San Diego stossen kann. Sicher ist, dass er die ersten Trainingseinheiten mit dem Schweizer Team verpassen wird. Am Samstag (21.00 Uhr Schweizer Zeit) steht zudem ein letztes Testspiel gegen Australien an.
Welchen Wert Embolo für die Mannschaft von Murat Yakin hat, hat er zuletzt eindrücklich unter Beweis gestellt. In den letzten zwölf Länderspielen erzielte er neun Tore.