Australian Open

Djokovic von Teenager vier Stunden gefordert

14. Januar 2024, 14:41 Uhr
Mit seiner Leistung nicht immer ganz zufrieden: Novak Djokovic musste am Australian Open ungewohnt hart um seinen Zweitrundeneinzug kämpfen
© KEYSTONE/AP/Andy Wong
Novak Djokovic startet mit einem hart erkämpften Viersatz-Sieg zu seiner Titelverteidigung am Australian Open. Die Fakten des ersten Turniertages.

Der topgesetzte Serbe wurde vom 18-jährige kroatischen Qualifikanten Dino Prizmic (ATP 178) in dessen erstem Grand-Slam-Match überhaupt vier Stunden und eine Minute lang gefordert, ehe er sich 6:2, 6:7 (5:7), 6:3, 6:4 durchsetzte. Nie zuvor stand Djokovic in einer 1. Runde länger auf dem Platz, und nur bei einem seiner bisher zehn Titel in Melbourne musste er in der Startrunde einen Satz abgeben. Immerhin scheint das Handgelenk, das ihm beim United Cup Sorgen bereitet hatte, dem Druck standzuhalten. «Ich hatte heute gute und schwierige Momente», erklärte Djokovic, hatte aber auch viel Lob für seinen halb so alten Gegner übrig. «Physisch bin ich immer noch daran, mich zu finden, aber jetzt habe ich ja nochmal zwei Tage Zeit.»

Sinner mit solidem Start

Der Italiener Jannik Sinner hatte die Ehre, beim ersten Sonntagsstart die Rod Laver Arena zu eröffnen. Der Weltranglisten-Vierte und Davis-Cup-Sieger gab sich keine Blösse und gewann ohne Probleme in gut zweieinhalb Stunden 6:4, 7:5, 6:3 gegen den Niederländer Botic van de Zandschulp (ATP 59). Dem 22-jährigen Südtiroler und ehemaligen Skirennfahrer wird als einem der wenigen Spieler zugetraut, allenfalls einen 25. Grand-Slam-Titel von Novak Djokovic zu verhindern. Die beiden könnten im Halbfinal aufeinandertreffen.

Teenager im Vormarsch

Zwei Teenager sorgten am ersten Tag bei den Frauen für Aufsehen. Mit der Tschechin Brenda Fruhvirtova und Alina Kornejewa aus Russland, beide aus der Qualifikation kommend, schaffen gleich zwei 16-Jährige den Sprung in die 2. Runde. Letztmals hatten 2007 in Wimbledon zwei 16-Jährige bei einem Grand-Slam-Turnier eine Partie gewonnen: die spätere Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki aus Dänemark und die Österreicherin Tamira Paszek.

Titelverteidigerin Sabalenka ohne Probleme

Weniger kämpfen als Novak Djokovic musste Aryna Sabalenka, die Vorjahressiegerin bei den Frauen. Die Weltnummer 2 aus Belarus liess der deutschen Qualifikantin Ella Seidel (WTA 172) mit 6:0, 6:1 keine Chance. Die Partie dauerte lediglich 55 Minuten. Nun trifft Sabalenka in der 2. Runde auf die 16-jährige Fruhvirtova.

Quelle: sda
veröffentlicht: 14. Januar 2024 07:23
aktualisiert: 14. Januar 2024 14:41