Deschwanden feiert in Oslo seinen ersten Weltcup-Sieg
Nach der sensationellen Olympia-Bronzemedaille auf der Kleinschanze feierte Deschwanden den nächsten überraschenden Coup in diesem Jahr. Ohne in dieser Saison zuvor einmal auf dem Podest gestanden zu haben, sprang er in Norwegens Hauptstadt gleich auf Platz 1. Es ist zugleich der erste Weltcup-Sieg seiner Karriere - und das mehr als 14 Jahre nach seinem Debüt im Dezember 2011.
Deschwanden, der nach dem ersten Durchgang noch auf Platz 2 gelegen hatte, setzte im zweiten Durchgang den führenden Ortner mit einem Sprung auf 130,5 Meter gehörig unter Druck. Der Österreicher, für den es ebenfalls der erste Weltcup-Sieg gewesen wäre, hielt diesem nicht stand und flog vier Meter kürzer als der Schweizer. In der Schlussabrechnung hatte Deschwanden 1,4 Punkte Vorsprung. Dritter wurde der Japaner Naoki Nakamura.
Mit Felix Trunz (15.), Simon Ammann (26.) und Juri Kesseli (30.) klassierten sich drei weitere Schweizer in den Punkten.
Mit 35 Jahren ist Deschwanden der älteste Premierensieger im Weltcup. Zuvor hatte er im Weltcup sechsmal das Podest erreicht, stand jedoch nie ganz oben. Viermal wurde er Zweiter und zweimal Dritter - alle Podestplätze holte er zwischen Dezember 2023 und März 2026.
Überraschend scheiterte Gesamtweltcupsieger Domen Prevc aus Slowenien erstmals in dieser Saison bereits nach dem ersten Durchgang. Ihm wurden die schwierigen Verhältnisse mit kompliziertem Wind und aufkommendem Nebel zum Verhängnis. «Das war klassisch Oslo», erklärte der in diesem Jahr dominierende Prevc. «Man muss hier immer mit dem Unerwarteten rechnen.»