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Der Moderator gibt sich die Ehre

8. Februar 2024, 10:34 Uhr
Impression vom White Turf in St. Moritz
© KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Am zweiten Tag des White Turf-Meetings auf dem gefrorenen St. Moritzersee greift Moderator, der Sieger des letztjährigen Grossen Preises von St. Moritz, ins Geschehen ein.

Die Rennbahn befand sich Mitte der Woche nach wie vor in gutem Zustand und man sei für die zu erwartenden Schneefälle gerüstet, teilte der Rennchef Dennis Schiergen mit.

Leider sind die Felder in den Flachrennen noch kleiner als vor einer Woche. Nur gerade zweimal vier und einmal fünf Pferde kommen in diesen Rennen an den Start, so wenige wie noch nie. An Klasse fehlt es den Kandidaten aber nicht. Ehepaar Kräuligers Moderator, der Derby-Sieger von 2020, gewann letztes Jahr den Grossen Preis von St. Moritz, das Hauptereignis der ganzen Veranstaltung. Und dies obwohl das Rennen verkürzt werden musste und nur über 800 Meter gelaufen wurde, was nicht Moderators bevorzugte Distanz ist. Auch Top Max, einer der drei Gegner von Moderator, hat letztes Jahr im Engadin brilliert, er gewann die Vorbereitungsprüfung am zweiten Tag und wurde im Hauptereignis Dritter. Gespannt sein darf man auf die beiden englischen Gäste Nachtgeist und Postmark. Nachtgeist war bis Mitte letzten Jahres in Deutschland aktiv, wurde im Kölner Union Rennen (Gruppe II) Dritter und war im Deutschen Derby am Start. Danach wurde er nach England verkauft und gab sein Schweizer Debüt vor einer Woche im Skikjöring, was ihm aber nicht besonders behagte.

Superstar Whaze

Nebst Moderator im 1800 Meter Rennen bietet Trainer Andreas Schärer mit Whaze in der Sprint-Prüfung einen weiteren Crack auf. Der Vertreter des Stalles Falk + Cattoni hat in der Schweiz bisher 22 Rennen bestritten, davon 15 gewonnen und war nur einmal nicht im Geld. Auch seinen bisher einzigen Start auf Schnee gestaltete Whaze vor einem Jahr siegreich. Er trifft nun unter anderen auf den Vorsonntagssiegere Tapeten Toni und dessen Stallgefährten Identified, der sich rehabilitieren sollte.

Bleibt Fourteenth of July ungeschlagen?

Viermal trat Hedy Schlatters Traber Fourteenth of July bisher auf Schnee an und hat immer gewonnen. Diesmal muss er mit 25 Meter Handicap starten, er war aber vor Wochenfrist so überlegen, dass ihm dieses nichts ausmachen sollte. Schwieriger dürfte es für seinen Stallgefährten Emir des Forges – auch er hat vor einer Woche gewonnen - im kleineren Trabrennen mit Zulagen werden, denn aus dem ersten Band treten einige chancenreiche Kandidaten an, allen voran Classic Chrono, der sich nur ganz knapp geschlagen geben musste.

Behält Ulster die weisse Weste?

Mit Ausnahme von Nachtgeist sind im Skikjöring alle Teilnehmer des ersten Tages wieder dabei. Der Rennverlauf und vor allem auch der Start spielen in dieser Disziplin eine enorm wichtige Rolle. Wenn alles normal verläuft dürfte Ulster mit Valeria Schiergen wieder das zu schlagende Pferd sein, obwohl er diesmal aus der Boxe Nummer 4 startet, im Gegensatz zum letzten Sonntag, als er ganz innen abspringen konnte.

Wett-Tipps:

Rennen 1 (Trab, 1700 m, Fr. 15'000.--): Fourteenth of July - Kiss Forever HC - Domingo Bello - Blackhawk.

Rennen 2 (Flach, 1300 m, 15'000.--): Whaze - Tapeten Toni - Notte A Roma - Identified.

Rennen 3 (UBS - GP von Sils Skikjöring, 2700 m, Fr. 15'000.--): Ulster - Atlantico - Fou de Reve - Los Angeles.

Rennen 4 (GP Swiss Quality Broker, Flach, 1800 m, Fr. 15'000.--): Moderator - Nachtgeist - Top Max - Postmark.

Rennen 5 (Trab, 1700 m, Fr. 10'000.--): Classic Chrono - Emir des Forges - Eristoff Gold - Go For Jet.

Rennen 6 (Flach, 1800 m, Fr. 10'000.--): Friendly Face - Scipio - Fairmac - Asterios.

Quelle: sda
veröffentlicht: 8. Februar 2024 10:34
aktualisiert: 8. Februar 2024 10:34