Dario Lillo triumphiert in Südkorea
Der 24-jährige St. Galler siegte bei der Premiere im südkoreanischen Yongpyong vor dem Franzosen Luca Martin und dem Briten Sam Aldridge.
Lillo feierte am Ort der Olympischen Winterspiele 2018 einen Start-Ziel-Sieg. Nach einer langen Solofahrt distanzierte der WM-Zweite von 2024 in der U23-Kategorie die ersten Verfolger im Schlamm von Yongpyong um mehr als eineinhalb respektive zweieinhalb Minuten.
Lillo bestreitet erst seine zweite Saison bei der Elite. Am Freitag hatte er schon als Dritter im Short Track geglänzt, seinem ersten Podestplatz bei der Elite.
Dass auch am Sonntag etwas Besonderes in der Luft lag, spürte der auch im Radquer versierte Athlete aus Eschenbach bereits an den Vortagen: «Als ich Anfang der Woche die Wetterprognose sah, dachte ich schon, der Sonntag würde mein Tag. Als ich am Sonntag aufwachte und sah, dass es in der Nacht regnete, wusste ich: Heute ist der Tag.» Sein Team habe einen Plan gehabt, und er habe diesen durchgezogen, ohne gross nachzudenken, befand Lillo. «Es ist alles einfach passiert.»
Auch hinter Lillo starteten die Schweizer vielversprechend in die Ära nach Nino Schurter. Filippo Colombo, Fabio Püntener, Finn Treudler, Mathias Flückiger und Lars Forster belegten die Ränge 8, 10, 13, 15 und 17.
Treudler, der in den letzten Jahren auf U23-Stufe Erfolg an Erfolg reihte, hätte in seinem ersten Elite-Weltcuprennen direkt aufs Podest fahren können, wäre er nicht nur technische Probleme gebremst worden. Der 22-jährige Zürcher lag mit einer ordentlichen Reserve an zweiter Stelle, als ihn ein Kettenproblem das erste Mal vom Sattel zwang.
Weiter geht es im Mountainbike-Weltcup in drei Wochen. Im tschechischen Nove Mesto werden sich die Fahrer wieder auf bekanntem Terrain bewegen.