Coronavirus

Zürcher Forscher finden Spuren von Long-Covid im Blut

18. Januar 2024, 20:00 Uhr
Eine neue Studie von Zürcher Forschern zeigt, dass sogenannte Komplementsystem bei Long-Covid Zellschäden aktiviert bleibt. Das könnte helfen, die Krankheit besser zu diagnostizieren. (Archivbild)
© Keystone/KEYSTONE/Ti-Press/ALESSANDRO CRINARI
Ein Zürcher Forschungsteam hat in den Blut-Proteinen von Long-Covid-Betroffenen ein Muster identifiziert. Dies könnte laut den Wissenschaftlern künftig dazu dienen, Long-Covid besser zu diagnostizieren und vielleicht auch gezielter zu behandeln.

Die Forschenden der Universität und des Universitätsspitals Zürich untersuchten dafür über 6500 Proteine im Blutserum von 113 Corona-Infizierten und 39 gesunden Personen, wie aus der am Donnerstag in der Fachzeitschrift «Science» veröffentlichten Studie hervorgeht. Bei den Infizierten, von denen 40 Long-Covid entwickelten, untersuchten sie das Blutmuster nach sechs und zwölf Monaten erneut.

Im Blutserum von Long-Covid-Betroffenen fanden sie eine Veränderung von Proteinen, die mit dem zum Immunsystem gehörenden Komplementsystem zusammenhängen. Dieses System, das Infektionen bekämpft, kehrt bei Long-Covid-Betroffenen nach der Infektion nicht wie es sollte wieder in den Ruhezustand zurück, wie Studienleiter Onur Boyman gegenüber Keystone-SDA erklärte. So verursacht es Zellschäden.

Quelle: sda
veröffentlicht: 18. Januar 2024 20:00
aktualisiert: 18. Januar 2024 20:00