Missbrauch

Zahlreiche weitere Opfer von Missbrauch in der Kirche melden sich

5. März 2024, 13:08 Uhr
Bei den Bistümern haben sich nach der Publikation der Missbrauchsstudie weitere Opfer gemeldet: Kathedrale von Lausanne. (Archivbild)
© KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI
Ein halbes Jahr nach der der Veröffentlichung der Studie der Universität Zürich über die Missbräuche in der katholischen Kirche der Schweiz haben sich über 160 weitere mutmassliche Opfer bei den Bistümern und Opferhilfestellen gemeldet.

Das Bistum Basel veröffentlichte am Dienstag aktuelle Zahlen dazu. Seit September 2023 gingen in der Diözese demnach 92 Meldungen ein. In anderen Bistümern führte die Veröffentlichung der Pilotstudie nicht zu einer derart grossen Zahl von Meldungen, wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage erfuhr.

Insgesamt meldeten vier Bistümern knapp 70 Opfer. Dabei fehlt das Bistum Lugano, das die Zahlen am Mittwoch bekannt geben wird.

Die Schweizerische Bischofskonferenz (SBK) selbst verzeichnete keine Meldungen, da sie nicht Meldestelle ist. Sie kündigte aber nationale Zentren pro Landessprache an - ein Projekt, das angelaufen ist.

Die evangelisch-reformierte Kirche der Schweiz führt keine Statistik über Missbrauchsfälle. Sie erarbeitet aber derzeit eine Vorstudie.

Quelle: sda
veröffentlicht: 5. März 2024 13:08
aktualisiert: 5. März 2024 13:08