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Winterthur will Friedhof Rosenberg «rehsicher» machen

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Winterthur will Friedhof Rosenberg «rehsicher» machen

19. Juni 2026, 08:41 Uhr
Winterthur versucht, Rehe vom Friedhof Rosenberg fernzuhalten. (Symbolbild)
© KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS
Der Winterthurer Stadtrat hat einen Kredit für einen «rehsicheren» Friedhof Rosenberg beschlossen. Für 100'000 Franken sollen unter anderem drei automatische Tore eingebaut werden. Komplett rehfrei wird der Friedhof wohl dennoch nicht.

Einzelne Tiere könnten trotz aller Massnahmen auf den Friedhof zurückkehren, wie Stadtgrün Winterthur am Freitag mitteilte. «Dafür reichen den schlanken Tieren bereits kleinste unbemerkte Lücken», heisst es in der Mitteilung. Ziel sei es, ein vertretbares Gleichgewicht zwischen Natur und Bedürfnissen der Menschen aufrecht zu erhalten. Die Tore würden die letzten offenen Zugangswege schliessen.

Im Februar 2025 hatten über 100 Mitarbeitende der Stadt Winterthur die auf dem Friedhof anwesenden Tiere vertrieben. Diese sind in den angrenzenden Lindbergwald zurückgekehrt. Trauernde hatten sich zuvor beschwert, weil die Tiere Grabschmuck und Grabbepflanzungen frassen.

Einzelne Tiere kehrten im letzten Jahr zurück. Wie Stadtgrün Winterthur damals sagte, waren es Rehe, die auf dem Friedhof geboren wurden. Diese Rehe hätten dann ebenfalls im Friedhof Junge auf die Welt gebracht. Für die Rückkehr hätten die Tiere jeweils einen offenen Zugang des rund um die Uhr geöffneten Friedhofs genutzt.

Appell an Besucher

Die neuen Tore schliessen automatisch. Auch das historische Haupttor werde automatisiert. Zusätzlich will die Stadt die Einfriedung des Friedhofs verbessern. Die Besucherinnen und Besucher sind angehalten, die Tore nicht zu blockieren: «Das Verhalten der Besuchenden ist entscheidend».

Bis Mitte September sollen die Arbeiten so weit wie möglich abgeschlossen sein. Im Anschluss würden die sich auf dem Areal befindenden Rehe schonend zurückgetrieben. Wie Stadtgrün Winterthur weiter schreibt, hätten die Friedhofsmitarbeitenden bereits verschiedene schonende Vergrämungsmittel ausprobiert. Diese hätten aber keinen bleibenden Erfolg gebracht.

Quelle: sda
veröffentlicht: 19. Juni 2026 08:41
aktualisiert: 19. Juni 2026 08:41