Prozess

Waffennarr muss sich dem Bezirksgericht Appenzell AI stellen

26. September 2023, 08:57 Uhr
Erst mit einer Nagelsperre konnte die Polizei bei Tägerwilen TG die Fahrt des Beschuldigten stoppen. (Symbolbild).
© KEYSTONE/CARLO REGUZZI
In Appenzell hat sich ein Mann vor Gericht zu verantworten, der 2019 erst nach einer längeren Verfolgungsjagd von der Polizei gestoppt werden konnte. Ihm droht eine unbedingte Freiheitsstrafe von zwei Jahren, die zugunsten einer ambulanten Behandlung aufzuschieben sei.

Der Mann führte in seinem Fahrzeug gemäss Anklageschrift «ein kleines Arsenal an Waffen und Munition wie Sturmgewehre, Pistolen und Handgranaten» mit sich. Auf einer «Mission» habe er die «Weltregierung» stürzen und eine «Weltrevolution» starten wollen. Vor seiner wilden Fahrt teilte sich der Mann in einem Video entsprechend mit. Dieses lud er daraufhin ins Internet hoch.

Zum Prozessauftakt beantwortete der Mann die Fragen des Richters. Er gab zahlreiche illegale Waffenkäufe zu. Aktuell wohne er im Tessin, sei arbeitslos und habe eine Therapie begonnen. Dem Beschuldigten wirft die Staatsanwaltschaft unter anderem Vergehen gegen das Waffengesetz, grobe Verletzung der Verkehrsregeln sowie Ladendiebstähle und Sachbeschädigungen vor.

Quelle: sda
veröffentlicht: 26. September 2023 08:57
aktualisiert: 26. September 2023 08:57