Von Titelträumen, Abstiegssorgen und neuen Gesichtern
Der Modus
Zwölf Runden sind in der Women's Super League gespielt, sechs Spieltage stehen im Ligabetrieb noch bevor. Der letzte davon findet Anfang April statt. Drei Wochen später beginnen die Playoffs, für die sich die besten acht Teams qualifizieren.
Die Playoffs werden jeweils mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. In der ersten Runde trifft der Tabellenerste auf den Tabellenachten, der Zweite auf den Siebten und so weiter.
Titelkandidaten
Servette ist derzeit in bestechender Form. Die Genferinnen haben zehn ihrer zwölf Partien gewonnen und als einziges Team noch nie verloren. Die Grasshoppers liegen als erster Verfolger zwar bereits sieben Punkte dahinter - als Finalistinnen des letzten Jahres ist mit den Zürcherinnen aber erneut zu rechnen.
Dahinter liefern sich mehrere Teams ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die YB-Frauen liegen auf dem dritten Platz, Zürich und Basel belegen mit einem Punkt weniger die Ränge 4 und 5. Auch diese drei Teams dürfen sich realistische Chancen auf den Titel ausrechnen.
Kellerkinder
Das Tabellenschlusslicht ist derzeit der FC Thun, der elf Niederlagen und nur einen Punkt auf dem Konto hat. Bei sieben Punkten Rückstand auf Luzern im 8. Rang scheint eine Qualifikation für die Playoffs bei weitem unwahrscheinlicher als der Gang in die Abstiegsrunde.
Auch Aarau hat in dieser Saison noch nie gewonnen, im Vergleich zu Thun aber immerhin zwei Punkte mehr erspielt. Wollen die Aarauerinnen sich die Chance auf die Playoffs wahren, brauchen sie in den kommenden Partien dringend Siege.
Neue Spielerinnen
Die grösste Überraschung auf dem Transfermarkt gelang den Young Boys. Die Bernerinnen verpflichteten die Schweizer Nationalspielerin Ramona Bachmann. Aber: Nach ihrem Kreuzbandriss kurz vor der EM im vergangenen Sommer ist die 35-Jährige noch nicht wieder voll leistungsfähig. Fans werden sich also wohl noch etwas gedulden müssen, bis sie die Stürmerin erstmals im YB-Trikot auflaufen sehen.
Die Thunerinnen reagierten auf die enttäuschende Vorrunde und die verletzungsbedingten Ausfälle der Torhüterinnen Camille Pecharman und Daria Willimann. Sie verpflichteten auf Leihbasis Tamara Biedermann. Die 19-Jährige erkämpfte sich in der vergangenen Saison einen Stammplatz im Tor der Young Boys und gewann die Meisterschaft. In dieser Spielzeit musste sie sich mehrheitlich mit der Ersatzrolle begnügen.
Auch Servette verstärkte sich in der Winterpause. Die Spanierin Cristina Libran wechselt von Juventus Turin bis zum Ende der Saison nach Genf. Im Sommer gewann die 19-jährige Spanierin an der U19-Europameisterschaft den Titel, für Juventus bestritt sie vier Spiele. Zuvor war sie in der höchsten spanischen Liga Stammspielerin bei Madrid CFF.
Spannenden Duelle
Da sich noch jedes Team Chancen auf einen Platz in den Playoffs ausrechnen darf, versprechen alle kommenden sechs Spieltage Spannung. Mitte Februar steht im Letzigrund der Klassiker zwischen Zürich und Basel an - das Spiel findet im Anschluss an die Partie der Männer des FCZ gegen den FC Luzern statt.
Mitte März kommt es zur Neuauflage des letztjährigen Playoff-Finals. Dabei empfangen die GC-Frauen YB. In der vorletzten Runde spielt Aarau zuhause im Kellerduell gegen Thun - beide Teams brauchen Punkte, wollen sie die Abstiegsrunde umgehen.
Ebenfalls in der zweitletzten Runde trifft Servette auf GC. Es ist auch das Duell der aktuell treffsichersten Spielerinnen der Liga: Die Genferinnen stellen mit Therese Simonsson die aktuelle Topskorerin. Zehnmal traf sie bisher. Direkt dahinter, mit nur einem Tor weniger, reiht sich die Zürcherin Kayla McKenna ein.