Vögel suchen nach Wintereinbruch vermehrt Gärten auf
Trotz wechselhaftem Wetter halfen am Wochenende rund 5000 Personen in der ganzen Schweiz mit, Vögel im Siedlungsraums zu zählen. Dabei haben sie insgesamt rund 136'000 Vögel entdeckt, wie Birdlife Schweiz am Dienstag mitteilte.
Neben der Wacholderdrossel oder dem Buchfink wurden im Vergleich zum letzten Jahr auch Dohlen und Bergfinken in grösseren Mengen gesichtet. Der Buntspecht, der im letzten Jahr in rund 20 Prozent der Gärten gesehen worden war, kam laut Medienmitteilung in diesem Jahr in fast jedem dritten Garten vor.
Gerade wenn Schnee und Eis die Nahrungssuche erschwerten, sei der Siedlungsraum mit seinen kleinräumigen Strukturen für die Vögel attraktiv, um an Fressbares zu gelangen. Voraussetzung dafür sind laut Birdlife Gärten und Parks mit einheimischer Vegetation und vielen naturnahen Strukturen, die für die Tiere als Überwinterungsplätze und Futterstellen dienen.
Der am häufigsten gezählte Vogel am letzten Wochenende war der als Spatz bekannte Haussperling, gefolgt von der Kohlmeise und der Rabenkrähe. Dies entspricht den Erwartungen der Vogelexpertinnen und -experten. Seit Jahren gebe es nämlich eine Konzentration auf wenige anspruchslose Arten und «Lebensraum-Spezialisten» würden immer seltener.