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Unternehmer wegen Transporten in Kiesgrube Mitholz vor Gericht

Prozess

Unternehmer wegen Transporten in Kiesgrube Mitholz vor Gericht

4. November 2026, 09:14 Uhr
Sicht auf den Steinbruch Mitholz im Kandertal. Dort soll ein Transportunternehmer nicht erlaubtes Material umdeklariert und abgelagert haben. (Archivbild)
© KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
Ein Transportunternehmer muss sich seit Mittwoch vor dem Wirtschaftsstrafgericht in Bern verantworten. Er soll über Jahre illegal teilweise belastete Materialien im Steinbruch Mitholz im Berner Oberland entsorgt haben.

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, er habe von zwei Zürcher Baustoff-Unternehmen Inertstoffe und Pressschlamm angenommen. Die Materialien waren mutmasslich teilweise belastet. Den Firmen soll der Transportunternehmer die teureren Kosten für die legale Entsorgung verrechnet haben.

Doch anstatt die Stoffe korrekt zu entsorgen, soll der Beschuldigte seine Chauffeure angewiesen haben, die Ladung als sauber umzudeklarieren und nach Mitholz in den Steinbruch zu karren, was billiger kam. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

Der Prozess ist ein Nebenschauplatz der sogenannten «Causa Blausee». Die Besitzer des Ausflugsziels mit Fischzucht führen seit Jahren einen weitverzweigten Rechtsstreit. Sie vermuten, dass Giftstoffe aus der Umgebung zu mehreren Fischsterben geführt haben.

Quelle: sda
veröffentlicht: 4. November 2026 09:14
aktualisiert: 4. November 2026 09:14