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Tox Info: Bundesrat beharrt auf Mitfinanzierung durch Industrie

Gesundheit

Tox Info: Bundesrat beharrt auf Mitfinanzierung durch Industrie

21. Oktober 2026, 12:19 Uhr
Unter der Nummer 145 erhalten Personen, welche mit einer Vergiftung kämpfen, Hilfe. (Archivbild)
© KEYSTONE/GAETAN BALLY
Der Bundesrat will weiterhin nicht, dass die nationale Auskunftsstelle für Vergiftungen allein durch die öffentliche Hand finanziert wird. Mithilfe von Gesetzesanpassungen will er nun die Industrie dazu zwingen, Tox Info Suisse mitzufinanzieren.

Er teilte am Mittwoch nach seiner Sitzung mit, die chemische und pharmazeutische Industrie seien nicht bereit, die Auskunftsstelle auf freiwilliger Basis dauerhaft substanziell zu unterstützen. Dabei sei Tox Info Suisse vor rund sechzig Jahren auch dank privater Träger gegründet worden.

Mit Anpassungen des Chemikaliengesetzes und des Heilmittelgesetzes will der Bundesrat die beiden Industriezweige nun zur Mitfinanzierung zwingen. Ein entsprechender Vorschlag geht bis Mitte Februar in die Vernehmlassung.

Die neue Regelung koste die beiden Industriezweige durchschnittlich rund 240 Franken für Hersteller von Chemikalien und gegen 5300 Franken für Zulassungsinhaberinnen von Arzneimitteln pro Jahr.

Quelle: sda
veröffentlicht: 21. Oktober 2026 12:19
aktualisiert: 21. Oktober 2026 12:19