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Titelverteidiger für Leandro Riedi eine Nummer zu gross

Swiss Indoors

Titelverteidiger für Leandro Riedi eine Nummer zu gross

25. Oktober 2023, 19:56 Uhr
Leandro Riedi verliert bei seinem Debüt an den Swiss Indoors mit 3:6, 2:6 gegen Vorjahressieger Félix Auger-Aliassime aus Kanada
© KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS
Nach Stan Wawrinka am Dienstag scheidet mit Leandro Riedi (ATP 162) ein zweiter Schweizer an den Swiss Indoors in Basel aus. Riedi unterliegt Vorjahressieger Félix Auger-Aliassime (ATP 19) 3:6, 2:6.

Der 23-jährige Kanadier erwies sich für den zwei Jahre jüngeren Zürcher als eine Nummer zu gross. Félix Auger-Aliassime fand aus Schweizer Optik im falschen Moment zu alten Stärken zurück. Letzte Woche in Tokio gewann Auger-Aliassime erstmals seit März (!) zwei Einzel hintereinander. Gegen Leandro Riedi, der erstmals in der St. Jakobhalle im Hauptfeld antrat, kontrollierte der Kanadier das Geschehen.

Natürlich befindet sich Félix Auger-Aliassime als Titelhalter in Basel unter Weltranglistendruck. Er muss die Swiss Indoors gewinnen, um seinen Platz unter den Top 20 der Welt zu halten. Seit März wurde Auger-Aliassime bereits von Platz 6 auf Position 19 durchgereicht.

Allerdings befindet sich auch Leandro Riedi unter Druck. Vor einem Jahr, als Auger-Aliassime hintereinander in Florenz, Antwerpen und Basel triumphierte, gewann auch Riedi drei (Challenger-)Turniere in Serie. Auch Riedi benötigt ATP-Punkte, um im Ranking nicht wieder wertvolles Terrain zu verlieren.

Zum Exploit fehlte Riedi in Basel einiges. Trotz der Unterstützung von nahezu 8000 Zuschauern fand Riedi nicht annähernd an das Leistungsvermögen heran, mit dem er vor einem Monat im Davis Cup Andy Murray in Grossbritannien an den Rand einer Niederlage gebracht hatte (7:6, 4:6, 4:6). Andy Murray fand auch in Basel nochmals grosses Lob für Riedi, der damals gegen ihn so gut returniert habe wie selten ein Gegner vorher. «Aber», so Murray, «die Konstanz fehlt noch.» Genau dieser Eindruck bestätigte sich gegen Auger-Aliassime: Weltklasseschläge wechselten sich munter ab mit Doppelfehlern, Rahmenbällen und verzogenen Schlägen. Die einzig starke Phase erspielte sich Riedi im ersten Satz, als er einen 0:3-Rückstand aufholte.

Nach 75 Minuten verwandelte Félix Auger-Aliassime seinen ersten Matchball. Einzig Dominic Stricker vertritt an den Swiss Indoors die Schweizer Farben noch. Stricker trifft am Donnerstagnachmittag im Achtelfinal auf den Norweger Casper Ruud.

Quelle: sda
veröffentlicht: 25. Oktober 2023 19:56
aktualisiert: 25. Oktober 2023 19:56