News
Schweiz

SVP fordert Massnahmen gegen überteuerte Taxifahrten in Zürich

Taxi

SVP fordert Massnahmen gegen überteuerte Taxifahrten in Zürich

26. Oktober 2026, 14:28 Uhr
Die SVP will, dass die Regierung gegen überhöhte Taxipreise vorgeht. (Symbolbild)
© KEYSTONE/ANDREAS BECKER
Die Zürcher SVP fordert den Regierungsrat in einem Postulat auf, gegen überhöhte Taxipreise vorzugehen. Als mögliche Massnahme schlägt sie Höchsttarife vor.

Höchsttarife seien einfach und rasch umzusetzen, wird SVP-Kantonsrat Ueli Bamert in einer Medienmitteilung vom Montag zitiert. Das Gesetz über den Personentransport mit Taxis und Limousinen sehe sie ausdrücklich vor. Auch die offizielle Branchenvertretung fordere eine solche Lösung.

Die «komplizierte Tarifstruktur» erschwere den Preisvergleich. Die SVP rechnet vor: Ein Anbieter verlange beispielsweise 20 Franken pro Fahrt, 20 Franken pro Kilometer und 5 Franken pro Minute. Dazu kämen Zuschläge für Gepäck und Kartenzahlung. «So kann selbst eine kurze Fahrt über 100 Franken kosten», kritisiert die SVP.

Am Hauptbahnhof Zürich sei die gesetzlich verankerte freie Taxiwahl faktisch nicht gewährleistet. Fahrgäste würden üblicherweise ins vorderste Taxi der Reihe einsteigen, ohne die Tarife der verschiedenen Anbieter vergleichen zu können. «Überhöhte Taxipreise beschädigten den Ruf Zürichs als Tourismusstandort», so die SVP.

Bamerts Taxifahrt

Die Taxibranche stehe bereits durch Plattformen wie Uber und Bolt unter starkem Konkurrenzdruck. «Schwarze Schafe, die versuchen, sinkende Umsätze mit Wucherpreisen auszugleichen, schaden der ganzen Branche», schreibt die Partei. Die Volkswirtschaftsdirektion kenne die Probleme und verfüge über die gesetzliche Grundlage, rasch Massnahmen zu ergreifen.

Ueli Bamert hatte kürzlich in den sozialen Medien ein Video über seine persönliche Erfahrung mit «Taxi-Wucherpreisen» veröffentlicht. Nach den Ferien wollte er wegen des Gepäcks vom Zürcher Hauptbahnhof mit dem Taxi nach Hause fahren. Nach knapp 1,5 Kilometern zeigte der Taxameter bereits 70 Franken an, wie er im Video erzählt. Bamert brach die Fahrt ab, bezahlte den Betrag und fuhr mit dem Tram nach Hause.

Quelle: sda
veröffentlicht: 26. Oktober 2026 14:28
aktualisiert: 26. Oktober 2026 14:28