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Soziale Einrichtungen: Luzern will Schnittstellen stärken

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Soziale Einrichtungen: Luzern will Schnittstellen stärken

31. Juli 2023, 10:00 Uhr
Die Stiftung Brändi ist eine der sozialen Einrichtungen im Kanton Luzern. Ein Mitarbeiter kontrolliert das Gewicht des Brettspiels Brändi Dog, um Produktionsfehler ausfindig zu machen. (Archivbild)
© KEYSTONE/GAETAN BALLY
Der Kanton Luzern will die Rahmenbedingungen für Kinder und Jugendliche sowie die Situation von Menschen mit Behinderungen weiter verbessern. Dafür soll einerseits ein ausreichendes Angebot zur Verfügung stehen, andererseits will die Regierung die Schnittstellen zwischen den verschiedenen Institutionen und der Psychiatrie stärken.

Dies geht aus dem neuen Planungsbericht zu den sozialen Einrichtungen hervor, die der Regierungsrat am Dienstag vorlegte. Die Einrichtungen stehen Kindern und Jugendlichen mit Betreuungs- und Förderbedarf, Erwachsenen mit Behinderungen und Suchtkranken zur Verfügung.

Der Planungsbericht berücksichtigt demografische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Trends. Er bündelt die wichtigsten Handlungsfelder zu 14 prioritären Massnahmen, die für die Planungsperiode 2024 bis 2027 gelten. In der Vernehmlassung stiess der Bericht grossmehrheitlich auf Zustimmung, wie es in einer Medienmitteilung zum Bericht heisst.

Die Massnahmen dienen dazu, den sich abzeichnenden Bedarf «wirkungsvoll und kostengünstig» decken zu können, wie es weiter heisst. Der Auf- und Ausbau ambulanter Angebote soll weitergeführt werden, wobei stationäre Angebote weiterhin überwiegen würden.

Ergänzende Betreuungsangebote würden Angehörige entlasten und dämpften die Kosten, wenn dadurch Heimaufenthalte vermieden würden, schreibt die Regierung. Vorgesehen ist, die Zusammenarbeit mit der Psychiatrie, der Sonderschulung und der Langzeitpflege auszubauen.

Komplexere Betreuung

Die sozialen Einrichtungen des Kantons Luzern seien vermehrt mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen konfrontiert, die psychische Probleme hätten oder in ihrer psychosozialen Entwicklungen eingeschränkt seien, wird Regierungsrätin Michaela Tschuor (Mitte) in der Medienmitteilung zitiert. Das mache die Betreuung komplexer.

Um die Rahmenbedingungen zu verbessern, will die Regierung Schnittstellen zwischen den verschiedenen Institutionen und der Psychiatrie stärken. Bis 2027 rechnet der Regierungsrat bei den soziale Einrichtungen mit einem Aufwandwachstum von rund zwei Prozent pro Jahr.

Kostentreiber sind laut Regierung ähnliche Faktoren wie im Gesundheitswesen: der medizinische Fortschritt und die damit verbundene höhere Lebenserwartung sowie die zunehmenden psychischen Belastungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 31. Juli 2023 10:00
aktualisiert: 31. Juli 2023 10:00