Schweizer Equipe triumphiert beim CSIO St. Gallen im Nationenpreis
Das Team mit den Routiniers Steve Guerdat auf Iashin Sitte und Martin Fuchs mit Lorde sowie den WM-Aspiranten Jason Smith im Sattel von Picobello und Alain Jufer auf dem Rücken von Dante musste 9 Strafpunkte hinnehmen und hielt somit neun Nationen klar auf Distanz. Platz 2 ging an Österreich mit 16 Zählern, Dritter wurde Grossbritannien mit 17 Punkten.
Der eigentliche Sieger von St. Gallen heisst Jason Smith, der mit zwei Blankoritten die Visitenkarte für das WM-Ticket in Aachen abgab. Der gebürtige Schotte, der seit 2024 für die Schweiz reiten darf und erstmals den Nationenpreis in St. Gallen bestritt, steht derzeit als WM-Kandidat neben den gesetzten Guerdat und Fuchs auf dem Prüfstand. Der 35-Jährige und sein Hengst Picobello lösten die Aufgabe mit zwei Blankoritten hervorragend. Dies gelang auf dem Gründenmoos nur noch einem weiteren Paar.
Leicht höher wird der Selektionsdruck für Alain Jufer lasten. Der Jurassier hatte im Winter-Halbjahr mit Dante die Qualifikation für den Weltcupfinal geschafft, verzichtete aber auf die Reise in die USA, um den Wallach zu schonen. Im ersten Umlauf kam kurz vor Schluss ein Abwurf, in der Reprise misslang ihm die Schlusslinie mit gleich drei Fehlern.
Jufer und Smith ritten ihre Top-Pferde Dante und Picobello und wollen sich mit einer starken Leistung für das WM-Team in Aachen empfehlen, wo im August bereits die erste Tranche der Olympia-Tickets 2028 für Los Angeles vergeben wird. Fuchs und Guerdat, die mit ihrem Können und Beritt eh für die Top-Events gesetzt sind, lassen an diesem Wochenende für St. Gallen ihre Top-Pferde Leone Jei und Dynamix im Stall. Fuchs brachte 8 und 0 Strafpunkte ins Ziel, Guerdat 4 und 1.
Jufer und Smith müssen ihren Platz im WM-Team primär gegen Nadja Peter Steiner mit Mila, Barbara Schnieper auf Canice oder Edouard Schmitz mit Gamin behaupten. Noch hat der Equipenchef Peter van der Waaij aber gut einen Monat Zeit. Mit den Fünfsterne-Events in La Baule, Rotterdam und Falsterbo stehen ihm drei weitere hochkarätige Test-Wochenende zur Verfügung. Sofern Smith und Picobello fit bleiben, dürfte Van der Waaij mit Smith aber bereits jetzt einen dritten Namen fix auf der Liste haben.