Schweizer Börse kommt trotz Iran-Deal nicht vom Fleck
So müssten zuerst die Umsetzung und Nachhaltigkeit des angekündigten Abkommens bewertet werden, hiess es am Markt. Am Freitag soll der Deal in Genf unterzeichnet werden, und anschliessend soll die wichtige Strasse von Hormus geöffnet werden. Dann soll es weitere Verhandlungen zur Atomkraft geben. «Die Gefahr einer erneuten Eskalation ist damit noch nicht vom Tisch», so ein Marktteilnehmer.
Der SMI schloss am Montag um 0,07 Prozent höher bei 13'717,54 Punkten. Am Morgen war der Index bis auf 13'871 Punkte geklettert und damit wieder etwas näher an sein Rekordhoch bei 14'063 Punkten von Ende Februar.
An anderen wichtigen europäischen Börsen legten der deutsche Dax und der französische Cac zu, während der FTSE-100 in London nachgab. Die Börsen an der Wall Street notierten zur Berichtszeit derweil klar im Plus. Weitere Anlageklassen wie Gold, Silber oder der Bitcoin zogen ebenfalls an, während Öl so wenig kostete wie seit März nicht mehr.
Pharmaschwergewichte im Minus
Defensive Werte wie Swisscom (-1,3 Prozent) sowie die drei Schwergewichte Novartis (-1,5 Prozent), Roche (-1,2 Prozent) und Nestlé (-0,9 Prozent) hielten den SMI zurück. Diese Werte mussten laut Händlern als «Geld-Quelle» für den Kauf von Finanzwerten und Zyklikern herhalten.
Zu den grössten Verlierern gehörten zudem Kühne+Nagel (-3,8 Prozent). Gemäss Marktteilnehmern äusserte sich die Bank of America vorsichtig zum Seefrachtgeschäft. Ausserdem würden bei einer Öffnung der Strasse von Hormus die Frachtraten voraussichtlich wieder sinken, hiess es im Handel.
Auf der anderen Seite waren insbesondere baunahe Werte gesucht: So schlossen Holcim, Amrize, Sika und Geberit zum Teil mehr als 3 Prozent im Plus.