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Ruag International rutscht tief in die roten Zahlen

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Ruag International rutscht tief in die roten Zahlen

24. März 2026, 11:42 Uhr
Der Schwerpunkt von Ruag International liegt bei der Raumfahrt - im Bild Nutzlastverkleidungen zum Schutz von Satelliten. (Archivbild)
© KEYSTONE/GAETAN BALLY
Der Technologiekonzern Ruag International ist durch die Neuausrichtung des Konzerns in die roten Zahlen gerutscht. Vor allem das Geschäft mit Trägerraketen kam 2025 nicht zum Fliegen.

Das Geschäftsjahr 2025 sei von «operativen Herausforderungen» geprägt gewesen, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. Der Umbau des Konzern durch den Verkauf von nicht raumfahrtbezogener Geschäftsbereiche sei aber nun «weitgehend» abgeschlossen. Bekanntlich liegt der Fokus von Ruag International auf dem Raumfahrtgeschäft.

In der entsprechenden Sparte Beyond Gravity lieferte die Division Satellites 2025 erneut ein profitables Wachstum. Der Aufbau der Division Launchers mit Raketenträgern sei indes «anspruchsvoller als geplant» verlaufen und habe das Ergebnis «deutlich belastet».

Verlust im dreistelligen Millionenbereich

Konkret sank der Nettoumsatz auf 412 Millionen Franken nach rund 495 Millionen im Vorjahr. Bereinigt um Devestitionseffekte habe indes ein Wachstum von 12 Prozent resultiert.

Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) rutschte der Konzern indes mit einem Minus von 114,3 Millionen Franken (Vorjahr +19.9 Millionen) in die roten Zahlen. Bereinigt um Sondereffekte hätte derweil ein kleines Plus von 1 Prozent resultiert.

Unter dem Strich verbuchte Ruag International einen Verlust von 119,0 Millionen Franken. Im Vorjahr hatte noch ein Minus von 1,6 Millionen Franken resultiert.

2026 als Übergangsjahr

Für das laufende Jahr stehe die Reduktion von Risiken und die weitere Industrialisierung, Stabilisierung und digitale Transformation im Fokus. Ab 2027 soll dann die Ertragslage «nachhaltig» verbessert werden, heisst es.

Erst kürzlich nominierte der bundeseigene Raumfahrtkonzern drei neue Mitglieder für den Verwaltungsrat. Astrid Schnidrig, Lutz Bertling und Michael Menking sollen an der Generalversammlung vom 20. April gewählt werden.

Der Konzern erhielt zudem vor knapp einer Woche eine neue Chefin. Barbara Frei-Spreiter tritt die Nachfolge von André Wall per 7. April 2026 an. Der bisherige CEO André Wall hatte seinen Rücktritt für Mitte 2026 bereits im Juni 2025 angekündigt.

Quelle: sda
veröffentlicht: 24. März 2026 11:42
aktualisiert: 24. März 2026 11:42