Post will sparen und plant bis zu 110 Kündigungen
Der Betrieb und die Kundschaft seien vom Abbau nicht betroffen, versprach das Unternehmen in einer Mitteilung. Bis Ende 2027 sollen die Massnahmen umgesetzt werden.
«Der Konzernleitung ist bewusst, dass dieser Plan für betroffene Mitarbeitende schmerzhaft ist», hiess es im Communiqué weiter. Die Post versprach «umsichtig und sozialverträglich» zu handeln und die Betroffenen verantwortungsvoll zu begleiten. Wenn möglich, soll der Stellenabbau durch natürliche Fluktuationen und Frühpensionierungen aufgefangen werden.
Die Sparmassnahmen sollen dort stattfinden, wo es keinen direkten Einfluss auf die Kunden gibt. Noch habe das Wachstum in den neuen Geschäftsfeldern der Post die sinkenden Erträge nicht kompensieren können.
In den ersten sechs Monaten 2026 sei das Briefvolumen um fünf Prozent zurückgegangen, schrieb die Post im August. Damit betrage das Minus im Zehnjahresvergleich bereits 38 Prozent. Dennoch präsentierte das Unternehmen im ersten Halbjahr eine Gewinnsteigerung.
Zuwächse im Paketgeschäft und ein besseres Ergebnis bei Postfinance kompensierten den anhaltenden Rückgang bei den Briefen und den Schaltereinzahlungen. Das Betriebsergebnis (Ebit) kletterte im Vergleich zur Vorjahresperiode von 118 auf 173 Millionen Franken.