Nordische Kombination aus dem olympischen Programm gestrichen
Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Dienstag nach einer Sitzung seiner Exekutive bekannt gab, gehört die traditionsreiche Sportart bei den Spielen 2030 in den französischen Alpen nicht mehr zum Wettkampfprogramm.
Die Mischung aus Skispringen und Langlauf war seit der Premiere der Olympischen Winterspiele 1924 in Chamonix fester Bestandteil des Programms. Frauen waren in den 102 Jahren jedoch nie vertreten; auch bei den Winterspielen im Februar in Norditalien waren ausschliesslich Männer startberechtigt.
Zur Begründung des Entscheids verwies das IOC auf Studien, wonach die Nordische Kombination bei den Winterspielen 2014, 2018, 2022 und 2026 die beim Publikum unbeliebteste Sportart gewesen sei. Zudem sei die Sportart zu stark auf wenige Nationen konzentriert. Bei den vergangenen vier Winterspielen gewannen Athletinnen und Athleten aus lediglich fünf Ländern Medaillen.
Aufatmen können dagegen die Alpin-Snowboarder. Bei diesen war der Parallel-Riesenslalom ebenfalls von einer Streichung bedroht, behält aber seinen Olympiastatus.
2030 erstmals olympisch sind Freeride (Ski und Snowboard) sowie Synchro9 (Synchron-Eiskunstlauf). Das in diesem Jahr erstmals ausgetragene Skitourenrennen wird ausgebaut. Zu den bisherigen Sprints und der Mixed-Staffel kommen neu Einzelrennen für Frauen und Männer hinzu.