Neuer TV-Sender Canal B geht mit Bundesrat Rösti auf Sendung
In der ersten Nachrichtensendung zeigte der Sender ein Interview mit Medienminister Albert Rösti in dessen Büro. Rösti rief dazu auf, regionale Medien zu konsumieren: «Da habt ihr viel mehr Informationsgehalt, als wenn ihr von einem Video zum nächsten scrollt, ohne am Schluss mehr zu wissen.»
Weitere Themen waren unter anderem die ungültige Stadtpräsidiumswahl in Grenchen und die Pläne für die künftige Nutzung des bisherigen Bieler Spitalareals. Der Sender führt zwei Sprachkanäle, deren viertelstündige Newssendungen inhaltlich weitgehend identisch sind. Das Interview mit Rösti wurde in zwei Sprachen geführt.
In den ersten Wochen sendet Canal B ein Sommerprogramm mit News, dem regionalen Wetter und einer Serie namens «1 jour 1 idée» (ein Tag, eine Idee). Nach den Sommerferien wird das Programm ausgebaut. Die Redaktion zählt derzeit zehn Medienschaffende; die Zahl soll schrittweise auf 20 bis 25 Personen erhöht werden.
Langer Rechtsstreit
Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) im Departement Rösti hatte dem Sender Anfang 2024 die Konzession für das Versorgungsgebiet zugesprochen. Die bisherige Konzessionärin Telebielingue, seit 27 Jahren auf Sendung, wehrte sich bis vor Bundesverwaltungsgericht gegen den Entscheid, zog aber den Kürzeren und will nun mit einem reduzierten Angebot auf Sendung bleiben.
Telebielingue gehört zur Bieler Gassmann-Gruppe. Canal B befindet sich im Besitz der Neuenburger Produktionsfirma Mystik SA.