Nach Geflüchteten sollen Senioren in Zürcher Alterszentrum wohnen
Der markante Turm in Mittelleimbach wird wie geplant nur vorübergehend als Wohnraum für Geflüchtete und Studenten gebraucht. Künftig soll er zusammen mit der benachbarten Siedlung der Stiftung Alterswohnungen (SAW) ein «generationendurchmischter Lebensort» sein, wie die Stadt Zürich am Freitag mitteilte.
Die SAW soll neu 126 satt 66 Wohnungen erhalten. Die Stiftung Familienwohnungen und die Stiftung Einfach Wohnen würden den Bestand um je 16 Wohnungen erhöhen. Die Gesundheitszentren für das Alter sollen zudem Pflegewohngruppen einrichten, die den Menschen ermöglichen würden, bis ins hohe Alter im Quartier zu bleiben.
Die benachbarten Gemeinschaftszentren hätten Interesse bekundet, die Piazza zu beleben und im Hochhaus einen Veranstaltungsraum zu betreiben, heisst es weiter.
Am Freitag startete die Stadt den Architekturwettbewerb. Die Baurechtsabgabe für das Hochhaus ist für 2030 geplant.
Aufruhr im Quartier
Das Alterszentrum wurde Ende letzten Jahres geschlossen. Im Quartier sorgte jedoch nicht nur die Schliessung für Kritik, sondern vor allem auch die angekündigte Nutzung als Asylzentrum. Voraussichtlich ab dem Sommer diesen Jahres soll es als Unterkunft für bis zu 250 Personen dienen. Auch 50 Studierende sollen Wohnraum finden. Der Quartierverein lancierte eine Petition gegen das Vorhaben.
Der Stadtrat verteidigte die Schliessung als unumgänglich, eine Sanierung sei nötig. Er betonte stets, dass das Asylzentrum nur eine Zwischennutzung sei. An einer Informationsveranstaltung gingen die Wogen kürzlich dennoch hoch.